Schüsse auf Stadtbahn: Täter soll zwischen 6 und 12 Jahre alt sein

Bielefeld – Nach den vermeintlichen Schüssen auf die Bielefelder Stadtbahn, konnte die Ermittlungskommission "StraB" den zweiten Fall aufklären.

Die Fahrgäste hatten zuerst Schüsse vermutet, als die Scheibe brach.
Die Fahrgäste hatten zuerst Schüsse vermutet, als die Scheibe brach.

Überraschend unspektakuläre Aufklärung der zweiten Bielefelder Stadtbahn-Schüsse auf die Bahn der Linie 1, berichtete die Neue Westfälische. Die Bielefelder Polizei teilte mit, dass die Ermittlungskommission "StraB" einen Jungen der Tat verdächtigt.

Polizeisprecherin Hella Christoph mache keine genauen Angaben zum Alter des Jungen, um dessen Identität zu schützen: "Er ist zwischen 6 und 12 Jahren alt."

"Die Recherchen der Kriminalbeamten führten nach mehreren Zeugenhinweisen zu einem Tatverdacht gegen ein Kind", so die Polizei. Der Junge soll am Montag, 26. November, am Niederwall eine Türscheibe der fahrenden Linie 1(TAG24 berichtete) mit dem vorderen Teil eines Nothammers beschädigt haben.

Den Ermittlungen zufolge war der Junge an dem Abend mit einer Gruppe Kinder unterwegs, als er den Nothammer gegen die Stadtbahn schleuderte. Die Motivation der Tat ist weiterhin unklar. "Es ist auch für uns erstaunlich, dass es ein Wurf gewesen sein soll. Aber das ist jetzt nach den Zeugenaussagen Stand der Ermittlungen", führte Christoph weiter aus.

Der Nothammer hatte nicht nur die Türscheibe auf einer Seite durchschlagen, sondern auch eine Scheibe auf der gegenüberliegenden Seite demoliert und ein Loch eingeschlagen.

Unklar ist auch, ob der Schüler für den ersten Vorfall, 24. November, an einer Stadtbahn der Linie 4 verantwortlich ist. Die Ermittlungskommission denkt jedoch, dass es nicht zwei verschiedene Täter waren. "Einiges spricht dafür, dass der Junge auch hier verantwortlich sein könnte", sagte Christoph. Die Ermittlungen der Vorfälle sind noch nicht abgeschlossen.

Die Ermittlungskommission wurde nach den zweiten vermeintlichen Schüssen auf die Stadtbahnen eingerichtet: Die Ermittler gehen davon aus, dass der Junge nicht auch noch für eine beschädigte Scheibe der Hauptfeuerwehrwache, Am Stadtholz, verantwortlich ist.

Dass ein Junge von der Polizei als Täter vermutet wird, erleichtert die zahlreichen Fahrgäste: MoBiel-Sprecherin Yvonne Liebold sieht eine "Erleichterung, weil man den Fall jetzt besser einschätzen kann". Polizeisprecherin Christoph sagte: "Es bleibt aber dabei: Das war dennoch kein Dummer-Jungen-Streich, das war sehr gefährlich."

Die Polizei richtete eine Ermittlungskommission ein, die einen Jungen als mutmaßlichen Täter in Verdacht hat.
Die Polizei richtete eine Ermittlungskommission ein, die einen Jungen als mutmaßlichen Täter in Verdacht hat.

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