Ärzte retteten ihr Leben: 53-Jähriger soll mit Hammer Kopf von Ehefrau eingeschlagen haben

Bielefeld - Weil ein 53-jähriger Mann seiner Frau am 8. Oktober 2018 den Schädel eingeschlagen haben soll (TAG24 berichtete), muss sich dieser jetzt vor dem Bielefelder Landgericht wegen Totschlags verantworten.

Die Spurensicherung war nach der brutalen Attacke vor Ort.
Die Spurensicherung war nach der brutalen Attacke vor Ort.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Sulaiman A. vor, mehrfach mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf der 38-jährigen Frau eingeschlagen zu haben.

Die Frau hatte Glück im Unglück und starb an den lebensgefährlichen Verletzungen nicht, da die Ärzte mehrere Tage lang um ihr Überleben kämpften. Derzeit befindet sie sich laut Informationen der Neuen Westfälischen in der Reha.

Nach der Tat rückte der 53-jährige Iraker sehr schnell ins Visier der Ermittler, weil die Rechtsmediziner einen Unfall ausschlossen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft, während die gemeinsamen fünf Kinder des Paares in Pflegefamilien und Jugendeinrichtungen in Bielefeld untergebracht sind.

Derzeit ist noch unklar, mit welchem Gegenstand der Mann auf den Kopf seiner Frau eingeschlagen haben soll. Das Landeskriminalamt geht aber im Moment davon aus, dass es sich um einen schweren Hammer handelt.

Vor Gericht schwieg Sulaiman zu den Anklagepunkten. Ob seine Frau hingegen vor Gericht gegen ihn aussagen kann, wird sich je nachdem, wie gut ihre Reha verläuft, zeigen.

Die Verteidigung des Opfers erklärte, dass das Gericht den Angeklagten zu einem angemessenen Schmerzensgeld zu verklagen habe. Der Prozess wird am 11. April fortgesetzt.

Nun steht der 53-jährige Iraker (l.) vor Gericht.
Nun steht der 53-jährige Iraker (l.) vor Gericht.

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Ostwestfalen-Lippe:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0