"Rampensau" Martin Schulz macht Wahlkampf in Bielefeld

NRW für Berlin: Martin Schulz mit den Kandidaten Wiebke Esdar, Achim Probst (Minden-Lübbecke, r.) und Burkhard Blienert (Paderborn, l.)
NRW für Berlin: Martin Schulz mit den Kandidaten Wiebke Esdar, Achim Probst (Minden-Lübbecke, r.) und Burkhard Blienert (Paderborn, l.)

Bielefeld - Am Mittwochnachmittag war der Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Martin Schulz (SPD), zu Gast auf dem Bielefelder Rathausplatz. Vor 1800 Zuhörern sprach aber zunächst Wiebke Esdar.

Die Kandidatin, die für Bielefeld in den Bundestag einziehen will, machte Werbung für ihre Partei und sich selbst: "Als Wissenschaftlerin habe ich über Bildungsgerechtigkeit und prekäre Beschäftigung geforscht. Jetzt will ich als Politikerin dafür sorgen, dass die Verhältnisse besser werden."

Dann betrat der 61-Jährige die Bühne und stellte direkt klar: "Mit Wiebke Esdar kämpfe ich dafür, dass die SPD stärkste Fraktion im Bundestag und ich Bundeskanzler werde." Die Große Koalition habe viel erreicht, aber "Deutschland kann mehr, wenn ein Sozialdemokrat Kanzler wird."

Die AfD beschreibt er als "eine Schande der Nation". Anders die Sozialdemokraten: "Wir kämpfen nicht für Umfragen, sondern für unsere Überzeugungen und Prinzipien, damit es gerechter zugeht in unserem Land", wird er in der Neuen Westfälischen zitiert.

Als es um die Mietpreisbremse geht, greift er die Kanzlerin an, dazu kommen Zwischenrufe aus dem Publikum: "Merkel muss weg".

"Er kommt besser rüber als im Fernsehen. Ich hoffe, das zeigt Wirkung", sagte etwa Ratsherr Ulrich Gödde. Auch Landtagsabgeordnete Christine Kampmann war begeistert, "wie dynamisch und mit Kraft Schulz zeigt, dass er mit jeder Faser Kanzler sein möchte."

Einer ging sogar noch weiter: "Er ist schon eine Rampensau und zeigt mehr Biss", sagte Ingo Stucke.

"Deutschland kann mehr, wenn ein Sozialdemokrat Kanzler wird", warb Schulz für sich selbst.
"Deutschland kann mehr, wenn ein Sozialdemokrat Kanzler wird", warb Schulz für sich selbst.
Beim Gang zur Bühne musste Martin Schulz viele Selfies machen.
Beim Gang zur Bühne musste Martin Schulz viele Selfies machen.
Rund 1800 Menschen waren auf den Rathausplatz gekommen, um die Rede zu hören.
Rund 1800 Menschen waren auf den Rathausplatz gekommen, um die Rede zu hören.

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