Frau (56) sticht mehrfach auf ihren schlafenden Ehemann ein

Bielefeld - Weil sie ihren Mann beim Schlafen niedergestochen haben soll, muss sich derzeit eine 56-jährige Frau aus Rheda-Wiedenbrück vor dem Bielefelder Landgericht verantworten. Vor Gericht gestand sie den Angriff.

Vor Gericht versteckte Anke S. (56) ihr Gesicht.
Vor Gericht versteckte Anke S. (56) ihr Gesicht.

Am 17. Dezember passierte die grausame und unfassbare Tat. Mit einem Messer und einer gefüllten Wasserflasche stürmte Anke S. in das Schlafzimmer und schlug mit der Wasserflasche auf den Kopf ihres Mannes ein, während sie mit dem Messer auf dessen Brust einstach.

Dabei soll sie immer wieder gerufen haben: "Ich bringe dich um. Ich gönne dir deine Freiheit nicht." Ihr Mann hatte noch Glück im Unglück, denn er konnte ins Badezimmer fliehen und wurde bei dem Angriff nicht lebensgefährlich verletzt.

Wenige Woche vor dem Vorfall hatte ihr Mann ihr gestanden, dass er sich von ihr scheiden lassen wolle, da er eine neue Partnerin habe. Anfangs nahm die Angeklagte die Aussage ihres Mannes gar nicht ernst, bis er ihr sagte, dass sie sich beizeiten eine neue Wohnung suchen solle.

Vor Gericht gab die 56-Jährige an: "Ich wollte die Scheidung nicht, aber ich war absolut davon überzeugt, dass ich das alles schaffe. Ich weiß auch nicht, warum ich dann so durchgedreht bin", wird sie in der Neuen Westfälischen zitiert.

Vermutlich aus Verlust- und Zukunftsängsten soll die Frau die Tat, die die Staatsanwaltschaft als versuchten heimtückischen Mord wertet, begangen haben.

Am kommenden Freitag wird der Prozess fortgesetzt.


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