Sanierung der Kunsthalle mehrere Millionen teurer

Die Kunsthalle muss dringend saniert werden. Dafür gibt's knapp zehn Millionen Euro.
Die Kunsthalle muss dringend saniert werden. Dafür gibt's knapp zehn Millionen Euro.

Bielefeld - Im nächsten Jahr feiert die Bielefelder Kunsthalle 50-jähriges Jubiläum! Nun leidet das Gebäude deutlich an Altersschwäche, weshalb die Stadt rund zehn Millionen Euro investieren muss, um die Kunsthalle auf den neusten Stand zu bringen.

Schon länger halten sich die Forderungen, das Gebäude zu sanieren. Bisher fehlte es jedoch an Geld und Geldgebern. Nun hat die Stadt neue Zahlen, in denen eine gezielte Finanzplanung ab 2021 greifen soll.

Alte Berechnungen ließen auf ein Volumen von 7,5 Millionen Euro hoffen, doch inzwischen geht der städtische Immobilienservicebetrib (ISB) eher von zehn Millionen Euro Investitionen aus, so die Neue Westfälische.

Eigentlich sollte die Sanierung schon im vollen Gange sein. Es gestaltete sich jedoch als schwierig, die Planungen und das Bemühen um Zuschüsse voranzutreiben.

Nun hat Kämmerer Rainer Kaschel (CDU) angekündigt, dass in einer Finanzplanung bis 2021 ein Investitionsvolumen von drei Millionen Euro vorgesehen sei. Der ISB vermute in den Folgejahren weitere Kosten in Höhe von 6,6 Millionen Euro.

Kunsthallen-Direktor Friedrich Meschede sieht Stadt und Kunsthalle nicht mit gleicher Ausrichtung.
Kunsthallen-Direktor Friedrich Meschede sieht Stadt und Kunsthalle nicht mit gleicher Ausrichtung.

Am Donnerstag soll all dies Thema während der Sitzung des Hauptausschusses sein, weil die Stadt der Kunsthalle mehr Spielraum verschaffen möchte. Der laufende Nutzungsvertrag soll verändert werden.

So will Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) der Kunsthalle eine Gleitklausel einräumen, in der sie eine Steigerung des Personalaufwands in Höhe der Tarifsteigerung vornehmen dürfte. Ebenso soll die Miete für das Gebäude um jährlich 200.000 Euro gesenkt werden.

"Damit hätte die Kunsthalle mehr Geld für ihre Aktivitäten", erklärte Kulturdezernent Udo Witthaus (SPD) der Zeitung. Die Stadt investiert jährlich 2,4 Millionen Euro in die Kunsthalle, wovon etwa die Hälfte als Miete zurückfließt.

Richtig einig konnten sich Stadt und Geschäftsführung der Kunsthalle bisher nicht werden. Beide hätten keine Einigkeit über "die grundsätzliche Ausrichtung", so Kunsthallen-Direktor Friedrich Meschede.

Deshalb sei auch eine nötige Erweiterung aktuell kein Thema. "Sie platzt aus allen Nähten. Eine Sanierung müsste darauf ausgerichtet sein", erklärte Günter Küppers vom Förderverein.

"Wir müssen in die Zukunft schauen", sagte er weiter. Allerdings gibt es von der Stadt dafür kein Geld und auch private Geldgeber würden sich zurückhalten.


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