Schule wegen Schülerstreich evakuiert! Nicht der erste Fall

Die Feuerwehr musste das Oberstufenkolleg und die Laborschule an der Universität Bielefeld evakuieren.
Die Feuerwehr musste das Oberstufenkolleg und die Laborschule an der Universität Bielefeld evakuieren.  © Charlotte Mahncke

Bielefeld - Das hätte auch deutlich schlimmer ausgehen können: Gegen 13.45 Uhr hat die Brandmeldeanlage des Oberstufenkollegs und der Laborschule in Bielefeld Alarm ausgelöst. Die Schulen wurden kurzfristig evakuiert.

Am Dienstagmittag ging die Alarmmeldung in der Leitstelle der Feuerwehr am Stadtholz ein. Einsatzkräfte der Hauptwache, Feuerwache West sowie der Löschabteilungen Gellershagen und Großdornberg rückten an.

Der Hausmeister der Schulen hat den Brand inzwischen in einem Umkleideraum entdeckt. Papierhandtücher sind in einem Mülleimer in Brand geraten.

Die Flammen schlugen auf die Eingangstür des Raumes über. Zudem bildete sich ein dichter Rauch im Gebäude. Die Feuerwehr veranlasste eine sofortige Evakuierung der Schulen.

Einsatzkräfte machten den Brandort schnell aus und konnten ihn mit wenig Aufwand löschen. Der Mülleimer und die angebrannte Holztür wurden nach Draußen gebracht.

Nach etwa einer Stunde war der Einsatz beendet. Die Räume wurden kräftig durchgelüftet, sodass die Lehrer und Schüler den Unterricht wieder aufnehmen konnten.

Einsatzleiter Jörn Bielinski geht von einer vorsätzlichen Tat aus. Es sei mit Sicherheit kein Dummer-Jungen-Streich, sondern eine Straftat.

Papiertücher in diesem Mülleimer lösten den Brand aus. Auch die Tür fing Feuer.
Papiertücher in diesem Mülleimer lösten den Brand aus. Auch die Tür fing Feuer.  © Charlotte Mahncke

"Es hätte schlimm ausgehen können, denn die giftigen Rauchgase, die sich bei so einem Feuer entwickeln, sind nicht zu unterschätzen und können für alle Beteiligten lebensgefährlich werden", sagte Bielinski gegenüber der Neuen Westfälischen.

Sofern der Täter gefasst werden würde, müsse er den Einsatz bezahlen und mit einer Anzeige rechnen. "Glücklicherweise kommen Einsätze dieser Art in der Stadt nur sehr selten vor", sagte der Feuerwehrmann.

Es ist nicht der erste Schülerstreich in den letzten Jahren in Bielefeld. Schon 2015 beschäftigte die Kriminalpolizei Schmierereien am Helmholtz-Gymnasium.

Dem Leiter der Schule wurde offensichtlich gedroht. Der 15-jährige Täter konnte jedoch ermittelt werden und gestand in der Vernehmung. Dennoch erwartete ihn eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und Bedrohung.

Schon 2010 drehte ein zwölfjähriger Schüler an der Gesamtschule Brackwede durch. Er lief mit Pfefferspray Amok und verletzte 132 Schüler.

Dazu drohte er gegenüber zwei jüngeren Schülerinnen sogar mit einem heftigeren Amok-Lauf. Die Polizei schnappte den Jungen und er gestand alles.

Weil er sich wenig einsichtig zeigte, flog er auf Antrag der damaligen Schulleiterin von der Schule. Immer wieder kommt es also zu üblen Aktionen von naiven Schülern.

2010 gab es einen Reizgas-Angriff auf die Gesamtschule Brackwede. Über 100 Schüler wurden verletzt.
2010 gab es einen Reizgas-Angriff auf die Gesamtschule Brackwede. Über 100 Schüler wurden verletzt.

Titelfoto: Charlotte Mahncke


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