Obwohl er schon verurteilt wurde! 44-Jähriger vergeht sich weiter an Kindern

Bielefeld/Schloß Holte-Stukenbrock - Bereits 1995 wurde die Polizei auf den heute 44-Jährige wegen sexuellen Missbrauchs aufmerksam. Als Beamte bei einer Verkehrskontrolle im August 2016 im Portemonnaie des Mannes das Bild eines nackten Kindes fanden, reagierten sie sofort.

Mehrfach fiel der 44-Jährige auf. Das Amtsgericht Bielefeld hatte ihn bereits verurteilt. (Symbolbild)
Mehrfach fiel der 44-Jährige auf. Das Amtsgericht Bielefeld hatte ihn bereits verurteilt. (Symbolbild)  © DPA

Bei einer Durchsuchung des Autos fanden sie neben einem USB-Stick auch einen Laptop mit über 2900 kinderpornographischen Bildern. "Es waren ganz harte Bilder zu sehen", wird der Richter, vor dem er sich verantworten musste, im Westfalen-Blatt zitiert.

Weil der 44-Jährige ein Geständnis ablegte, wurde er im November 2016 vom Amtsgericht Bielefeld zu anderthalb Jahren auf Bewährung verurteilt. Doch auch diese Strafe hielt ihn nicht davon ab, sich weiter an Kindern zu vergehen.

Ein britischer Ermittler kam ihm auf die Schliche, weil er in einem russischen Kinderporno-Netzwerk unterwegs war. Der Beamte nahm Kontakt zu dem Mann auf. Der fiel auf ihn herein und schickte ihm kinderpornographische Filme und Bilder, auf denen auch er selbst zu sehen war.

Im Dezember 2017 wurde der 44-Jährige erneut festgenommen. Zwischen November 2015 und Mai 2016 konnten ihm strafbare Handlungen nachgewiesen werden. Mehrfach verging er sich demnach in seiner Wohnung in Schloß Holte-Stukenbrock an dem Kind eines befreundeten Paares.

Immer wieder verging er sich an Kindern. (Symbolbild)
Immer wieder verging er sich an Kindern. (Symbolbild)  © 123RF

Nachdem er nach Löhne umzog, ging er ähnlich vor: Zwischen August und November 2017 vergewaltigte er den elfjährigen Sohn eines Paares, mit dem er sich in seiner neuen Heimat angefreundet hatte.

Weil er schnell ihr Vertrauen erlangte, durfte er irgendwann auf den Jungen aufpassen. Er fesselte, missbrauchte und filmte ihn dabei.

Das Amtsgericht Bielefeld hob deshalb die Bewährungsstrafe auf. Jetzt muss er wegen des Besitzes und Handels mit Kinderpornos für zwei Jahre in den Knast. Für den sexuellen Missbrauch bekam er zusätzlich viereinhalb Jahre.

Außerdem muss er für eine unbestimmte Zeit in die Psychiatrie. "Sein ganzes Denken kreist nur um die Pädophilie. Daher ist die Gefahr, dass der Angeklagte ohne Behandlung erneut straffällig wird, sehr groß", so die Richter in ihrem Urteil.

Titelfoto: 123RF


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