Stadtbahn-Tickets werden teurer: So reagiert die Politik auf die Erhöhung

Bielefeld - Stadtbahn- und Busfahren wird in Bielefeld teurer. Zum 1. August 2019 steigen die Preise um durchschnittlich 1,75 Prozent. Das teilte der Bielefelder Verkehrsbetrieb moBiel mit.

Für zahlreiche moBiel-Kunden wird Stadtbahnfahren teurer.
Für zahlreiche moBiel-Kunden wird Stadtbahnfahren teurer.

Gleichzeitig erklärte das Unternehmen, dass aber nicht alle Tickets teurer werden. So bleiben etwa die Vierertickets für Erwachsene und die Einzeltickets für Kinder unverändert.

Zum gleichen Stichtag werden auf Verbundebene das Azubi-Abo Westfalen und das Fahr-Weiter-Ticket für Zeitkarteninhaber neu eingeführt.

Mit der Preisanhebung reagiert moBiel unter anderem auf den Mehraufwand durch die Tarifabschlüsse des vergangenen Jahres. So fiel der mit Verdi, der für moBiel maßgeblichen Gewerkschaft, im Jahr 2018 erzielte Tarifabschluss mit 3,19 Prozent höher aus als erwartet.

Die fortlaufenden Anstrengungen, effizienter zu arbeiten, bilden zu dieser Kostensteigerung ein Gegengewicht, sodass die Ticketpreise nicht im gleichen Um- fang angehoben werden müssen.

Auch die Preise für die Bustickets werden erhöht. (Symbolbild)
Auch die Preise für die Bustickets werden erhöht. (Symbolbild)  © 123RF/marctran

Um einen Euro teurer wird das Monatsticket (neu: 79 Euro), um 80 Cent auf 59,70 Euro legt das Abo zu. Um jeweils 50 Cent steigt der Preis für das 9-Uhr-Monatsticket (neu: 58 Euro) bzw. das 9-Uhr-Monatsabo (neu: 47 Euro).

Bei den zunehmend wenig genutzten Einzelfahrscheinen steigen die Preise für Erwachsene um zehn Cent auf 2,80 Euro sowie für das Clipticket um 36 Cent (neu: 1,35 Euro).

Als Alternative zum Einzelfahrschein für Erwachsene empfiehlt moBiel außerdem das Handyticket. Da der Preis für das Einzel-Handyticket sich nicht erhöht, ist es beim Erwerb auf diesem Vertriebsweg 60 Cent günstiger.

Die Partei die Linke zeigte sich mit der Preiserhöhung unzufrieden, da die Erhöhung zum einen nicht mit ihnen ausdiskutiert worden sei und zum anderen erst in den Sommerferien mitgeteilt worden war. "Das ist eine Strategie, um Widerstand sofort zu ersticken", erklärte sie gegenüber der Neuen Westfälischen.

Die CDU hielt die Erhöhung hingegen für gerechtfertigt, da ihrer Meinung nach ausschließlich die Kostenerhöhung im Personalbereich an den Kunden weitergegeben werde.

Titelfoto: Andreas Frücht

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