Nach Schüssen auf Stadtbahnen: Kripo rätselt weiter über mysteriösen Fall

Bielefeld – Nach den Schüssen auf zwei Bielefelder Stadtbahnen suchen die Ermittler weiter nach dem Projektil, obwohl die beiden Tatorte bereits eingegrenzt werden konnten.

Im November war eine Bahn der Linie 1 betroffen.
Im November war eine Bahn der Linie 1 betroffen.

Unklar ist weiterhin, ob der am Tatort gefundene Bolzen wirklich aus der Tatwaffe stammt, oder ob vielleicht doch noch ein Projektil zu finden ist.

Zumal es sich bei dem Beschuss der Linie 1 am Montag (TAG24 berichtete) offensichtlich um einen Durchschuss handelte. Es ist ein Eintritts- und ein Austrittsloch erkennbar. Verletzt wurde dabei niemand.

Wie Polizeisprecherin Hella Christoph bestätigte, sucht die "Ermittlungskommission StraB" nach weiteren Beweisen, die zur Aufklärung des mysteriösen Falls führen.

Laut Berichten der Neuen Westfälischen konnten die Tatorte bereits enger eingegrenzt und von Ermittlern nochmals untersucht werden.

Obwohl die Kugel beim Beschuss der Linie 4 am vergangenen Samstag die Scheibe nicht wie Montag durchschlug, wird davon ausgegangen, dass derselbe Schütze für die Taten verantwortlich ist.

"Wird nicht der letzte Schuss gewesen sein"

Der Tatort wird von den Ermittlern nochmals untersucht.
Der Tatort wird von den Ermittlern nochmals untersucht.

Dafür gebe es eine einfache Erklärung: Bei den beiden Linien handelte es sich um unterschiedliche Bahntypen.

Die Scheibe der modernen Vamos-Bahn der Linie 4 entspricht höheren Sicherheitsstandards als die der 1995 gebauten Bahn vom Typ M8D, die am Montagabend zwischen "Landgericht" und "Rathaus" getroffen wurde. "Die alten Scheiben zerbrechen viel leichter", so ein MoBiel-Insider.

Das Motiv des Täters ist weiterhin unklar. Jedoch gehen die MoBiel-Mitarbeiter davon aus, dass es nicht der letzte Schuss auf eine Bahn gewesen sei.

"Am Samstag hat er Chaos angerichtet. Jetzt hat er bemerkt, dass er am Rathaus noch mehr Chaos anrichten konnte. Ich denke, der ist jetzt auf den Geschmack gekommen", so ein Stadtbahnfahrer.

Die Kripo (Ermittlungskommission StraB) bittet Augenzeugen weiterhin , sich unter der Telefonnummer 0521/5450 zu melden.

Zwischen den Haltestellen "Rathaus" und "Landgericht" fiel der Schuss auf die Bahn.
Zwischen den Haltestellen "Rathaus" und "Landgericht" fiel der Schuss auf die Bahn.  © Christian Mathiesen

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