Nach Rausschmiss aus Disko: Besucher ballert mit Pistole wild um sich

Bielefeld – Nachdem ein Disko-Besucher im Dezember 2017 aus einem Club in Bielefeld geworfen wurde, hat er mit einer Schreckschusswaffe um sich geballert (TAG24 berichtete). Dafür musste er nun blechen.

Vor dem Stadtpalais hat der Angeklagte um sich geschossen.
Vor dem Stadtpalais hat der Angeklagte um sich geschossen.  © Screenshot Instagram

"Ich weiß auch nicht, warum ich diesen Film gefahren habe", sagte der 32-Jährige in der Verhandlung.

Wie die Neue Westfälische berichtete, habe er gegen 3.30 Uhr das am Papenmarkt gelegene Stadtpalais verlassen wollen, als er mit einer Gruppe Männer in Streit geriet.

Dieser war eigentlich schon geklärt, doch beim Verlassen des Clubs wurde Bülent C. von der Gruppe abgepasst. Es folgten zunächst Beleidigungen und Drohungen. Dann schlugen und traten die Männer auf ihn ein.

Sofort ging das Disko-Personal dazwischen. "Sie warfen mich raus, als ob ich der Schuldige gewesen sei", fasste C. vor Gericht zusammen. "Ich weiß nicht, ob es am Alkohol lag, dass ich dann so ausgerastet bin", berichtete er weiter.

"Auch noch auf die Fresse bekommen"

Vom Amtsgericht wurde der 32-Jährige zu einer Geldstraße verurteilt.
Vom Amtsgericht wurde der 32-Jährige zu einer Geldstraße verurteilt.

Bülent C. ging zu seinem Auto, holte eine Schreckschusspistole aus dem Handschuhfach und kehrte zu dem Club zurück. Dort schoss er laut Anklage zweimal in die Luft und rief: "Ihr werdet schon sehen."

Dass er mit der Waffe zum Stadtpalais zurückgekehrt sei, betritt C. vor Gericht nicht. Der Schuss habe sich aber lediglich im Gerangel gelöst. "Die Security hat mich dann sofort überwältigt. Ich wurde in ein Zimmer gezerrt, wo ich dann auch noch auf die Fresse bekommen habe."

Das Bielefelder Amtsgericht verurteilte ihn wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro.

Titelfoto: Screenshot Instagram

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