Sie soll einen 37-Jährigen totgetreten haben, weil er sie anbaggerte

Bielefeld - Nachdem Tanja Z. (32) und ihr 37-jähriger Saufkumpan wie so oft jede Menge Alkohol getrunken hatten, eskalierte die Situation am 10. Mai vollkommen (TAG24 berichtete).

Tanja Z. soll geglaubt haben, dass man ihr nicht auf die Schliche kommt.
Tanja Z. soll geglaubt haben, dass man ihr nicht auf die Schliche kommt.

Weil der Bekannte sie angebaggert haben soll, soll die 32-Jährige ausgerastet sein, das habe sie einer Mitinsassin (39) während ihrer Zeit in U-Haft erzählt, wie diese jetzt vorm Landgericht aussagte. Vor der Polizei soll die Angeklagte immer geschwiegen haben.

Ihr Ehemann soll den Flirt mitbekommen und dann gemeinsam mit seiner Frau auf das Opfer eingetreten haben. Anschließend soll Tanja Z., die in der Drogenszene keine Unbekannte ist, den leblosen Körper des 37-Jährigen nach draußen geschleppt haben, damit "mein Mann nicht noch Schlimmeres mit ihm macht", wie die Neue Westfälische die Erzählungen der Zeugin zitiert.

Dabei wurde sie von Nachbarn beobachtet und auch darauf angesprochen. Schuldbewusstsein schien sie allerdings nie empfunden zu haben.

"Hätte ich ihn in meiner Wohnung gelassen, hätte das keiner gemerkt, und er wäre dann dort verreckt. Die Bullen haben ja keine Beweise", soll die 32-Jährige weiter erzählt haben. Besorgt sei sie nur darüber gewesen, dass bei den Ermittlungen Farbspuren ihrer roten Stiefel am Opfer gefunden werden.

Der 37-Jährige starb später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Am 3. Juli wird der Prozess gegen seine mutmaßliche Peinigerin fortgesetzt.


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