Organisation bietet Hilfe für "Tüte" an, aber Stadt reagiert nicht

Immer wieder kommt es an der Stadtbahnhaltestelle Hauptbahnhof zu Polizeirazzien.
Immer wieder kommt es an der Stadtbahnhaltestelle Hauptbahnhof zu Polizeirazzien.

Bielefeld - Die Bielefelder "Tüte", der Ort am Eingang zur Stadtbahnhaltestelle Hauptbahnhof, hat einen schlechten Ruf. Bei den Trinkern ist er ein beliebter Treffpunkt, während er der Stadt ein Dorn im Auge ist. Jetzt hat eine Organisation seine Hilfe angeboten, aber die Stadt reagiert darauf nicht.

"Wir haben noch Kapazitäten frei und würden die Stadt gerne unterstützen", sagte Michel Geymeier von der Heilsarmee gegenüber der Neuen Westfälischen und fuhr fort: "Ich bin überzeugt, dass man nur gemeinsam mit allen Beteiligten die Probleme lösen kann."

Schon vor einiger Zeit habe er das Angebot zur Unterstützung unterbreitet, aber die Stadt habe noch nicht darauf reagiert, erklärte er. "Das ist schade", machte er deutlich.

Er selbst sei davon überzeugt, dass die aktuellen Pläne der Stadtverwaltung nicht ausreichen, um die Situation vor Ort zu entschärfen und zu verbessern. Zwar hat die Stadt Ideen, wie die Umstände an der "Tüte" entzerrt werden könnten (TAG24 berichtete), allerdings würden diese seiner Meinung nach nicht ausreichen.

"Jede Großstadt hat eine Szene, auch Bielefeld. Das ist normal. Man kann sie nicht verdrängen", stellte er klar. Als positives Beispiel nannte er die Stadt Hannover, die direkt am Hauptbahnhof eine Einrichtung hätten, die sich um Drogensüchtige und Obdachlose kümmere.

Er und sein Team von der Heilsarmee betreiben schon seit 20 Jahren das Cafe "Open Haert", wo Obdachlose und Drogenabhängige versorgt werden.


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