Können diese drei Ideen die Probleme an der "Tüte" lösen?

Vor allem der Drogen- und Alkoholkonsum an der "Tüte" steht im Mittelpunkt. (Archivbild)
Vor allem der Drogen- und Alkoholkonsum an der "Tüte" steht im Mittelpunkt. (Archivbild)

Bielefeld - Der Trinkertreff an der "Tüte" am Bielefelder Hauptbahnhof ist der Stadt schon lange ein Dorn im Auge. Doch eine richtige Lösung gab es bisher nicht. Jetzt sollen die sozialen Angebote in der näheren Umgebung ausgebaut werden.

"Wir wollen die Menschen an der 'Tüte' nicht vertreiben. Aber vielleicht können wir die Situation dort entzerren", wird Ordnungsdezernentin Anja Ritschel in der Neuen Westfälischen zitiert. Vielmehr sollen den Menschen mit drei Maßnahmen Alternativen geboten werden.

So soll das Drogenhilfezentrum an der Borsigstraße ausgebaut werden. "Das platzt aus allen Nähten", sagt Ingo Nürnberger, Sozialdezernent. Hier können Drogenabhängige Heroin und Kokain inhalieren, aber nicht spritzen. Auch die Öffnungszeiten sollen erweitert werden.

Zusätzlich können Wohnungslose Platz in drei Containern an der Ernst-Rein-Straße finden. Einer für ausländische Obdachlose, die "auf eine Rückkehr in ihre Heimat" vorbereitet werden. 20 Plätze stehen für Menschen bereit, die sich bisher kaum Hilfe geholt haben. In einem dritten Container soll ein Gemeinschaftsraum entstehen. "Dort könnten sich auch die Personen aufhalten, die sonst der an 'Tüte' stehen", so Ritschel.

Zu guter Letzt will die Stadt den Gehweg an der "Tüte" auf neun Meter verbreitern. Eine 45 Meter lange Betonbank soll zum Sitzen einladen und optisch für eine Einteilung sorgen. Davon sind CDU und FDP allerdings nicht überzeugt. "Das wird die Situation nicht verbessern", so CDU-Sprecher Vincenzo Copertino.

Die anderen Vorschläge wurden zumindest nicht kategorisch abgelehnt: "Soziale Angebote können helfen. Dennoch müssen wir die Szene komplett von der 'Tüte' verlagern", sagte FDP-Chef Jan Maik Schlifter.


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