Er hat den neuen Plan für die Uni Bielefeld gemacht

Der neue Projektleiter Wolfgang Feldmann bringt viel Erfahrung aus vergleichbaren Großprojekten mit.
Der neue Projektleiter Wolfgang Feldmann bringt viel Erfahrung aus vergleichbaren Großprojekten mit.  © BLB NRW

Bielefeld - Die Uni Bielefeld ist das größte zusammenhängende Universitätsgebäude Deutschlands. Doch zurzeit ist sie mehr Baustelle als alles andere. 2015 wurde mit der Grundsanierung begonnen und jetzt wurde der Plan überarbeitet.

Mitte des Jahres hat Dipl.-Ing. Wolfgang Feldmann, ein erfahrener Abteilungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB NRW), die Projektleitung für die Modernisierung übernommen. "Wir werden in den kommenden Monaten sicher auch schwierige Entscheidungen treffen müssen", sagt Kanzler Dr. Stephan Becker.

Einiges wurde aber schon entschieden: "Der bisherige Entwurf sah an der Schnittstelle zwischen Neubau und Bestand gravierende bauliche und statische Eingriffe vor. In der überarbeiteten Fassung greift der Neubau nicht mehr so tief in die bestehende Struktur des UHG ein", berichtet Feldmann.

Die ursprünglich vorgesehene Freitreppe im Bereich des ehemaligen Frauenparkplatzes wird nicht umgesetzt. Daher öffnen BLB und Universität den Parkplatz zeitnah wieder. Außerdem wird das Service Center nicht im Innenhof des Neubaus, sondern voraussichtlich im Bereich der bisherigen Halle im UHG realisiert.

So könnte der neue Eingangsbereich der Uni Bielefeld in Zukunft aussehen.
So könnte der neue Eingangsbereich der Uni Bielefeld in Zukunft aussehen.  © BLB NRW

"Wir müssen uns von einigen attraktiven Elementen des Entwurfs trennen. Dennoch bekommen wir einen überzeugenden Neubau", so Dr. Becker.

Eine weitere Änderung betrifft das Audimax, dessen Sanierung mehr Zeit in Anspruch nehmen wird als bisher geplant. Ab Mitte 2019 wird es deswegen keinen Unterricht mehr im Audimax geben, stattdessen soll ein Neubau her, der den "Bedarf an zusätzlichen Lehrflächen decken" könnte.

Auslöser für die Veränderungen war eine sogenannte Projekt-Due-Diligence – eine sorgfältige Risikoprüfung. Im Sommer 2016 hatten sich der BLB NRW und die Universität zu diesem Schritt entschlossen, um auf Basis des aktuellen Planungsstandes die Projektrisiken neu zu betrachten und, wo nötig, Korrekturen vorzunehmen.

"Die Universität Bielefeld hat die Due Diligence von Anfang an unterstützt. Wir halten auch die Konsequenzen, die sich nun daraus ergeben, für richtig. Auch wenn die Due Diligence Zeit gekostet hat, haben wir dadurch wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die die Wahrscheinlichkeit von Problemen in der Bauphase erheblich reduzieren", sagt Dr. Becker.

Die Ergebnisse der Due-Diligence liegen dem BLB NRW und der Universität nun seit April 2017 vor. Seitdem arbeiten die beiden Partner an der Umsetzung der Empfehlungen und verbessern somit die Planungs- und Kostensicherheit bei der Modernisierung der Universität Bielefeld.

Titelfoto: BLB NRW


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