Polizei ermittelt in eigenen Reihen: Beamter schoss auf flüchtiges Auto

Die Waffe sollte das letzte Mittel eines Polizisten sein, einen Flüchtigen zu stoppen. (Symbolbild)
Die Waffe sollte das letzte Mittel eines Polizisten sein, einen Flüchtigen zu stoppen. (Symbolbild)  © DPA

Bielefeld - Am Freitagabend lieferte sich ein Flüchtiger aus Lünen mit Zivilfahndern und Streifenwagen eine rasante Verfolgungsjagd (TAG24 berichtete). Ein Beamter zog die Waffe und schoss auf den Peugeot. Nun wird gegen ihn ermittelt.

Der Mann wurde per Haftbefehl gesucht und schon länger von den Zivilfahndern beobachtet. Sie wollen schließlich auf einem Rastplatz zuschlagen und die Festnahme vollziehen.

Als der Gesuchte davon Wind bekam, trat er aufs Gaspedal und steuerte auf die Beamten. Einer der Polizisten zog seine Pistole und schoss auf die Reifen des Peugeots.

Das Polizeipräsidium Bielefeld hat nun Ermittlungen aufgenommen, um zu prüfen, ob der Beamte zurecht seine Waffe zog. Das Schießen auf Reifen ist grundsätzlich erlaubt, jedoch muss vorher geprüft werden, inwiefern Gefahr für andere Menschen besteht.

"Als neutrale Behörde hat das Bielefelder Präsidium diese Aufgabe übernommen. Es ist eine Routineermittlung, die immer vorgenommen wird, wenn Beamte Schusswaffen einsetzen", erklärte Polizeisprecher Achim Ridder dem Westfalen-Blatt.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0