So lukrativ ist das Weihnachtsmarkt-Geschäft für die Händler wirklich

Auch in diesem Jahr werden wieder viele Besucher auf den Weihnachtsmarkt gehen.
Auch in diesem Jahr werden wieder viele Besucher auf den Weihnachtsmarkt gehen.

Bielefeld - Wenn der Weihnachtsmarkt mit seinen adventlichen Düften und seiner besonderen Atmosphäre die Besucher anlockt, freuen sich nicht nur die - sondern auch die Stand-Betreiber.

Schließlich bedeuten viele Menschen auch die Chance auf ein dick gefülltes Portemonnaie. Aber der Markt ist hart umkämpft. Wie viel verdient man als Händler?

Auf die 105 Stände, die sich in Bielefeld von der Neu- bis in die Altstadt verteilen, kamen in diesem Jahr insgesamt etwa 200 Bewerbungen. Wer den Zuschlag erhält, muss für den Stand aber auch bis zu 8000 Euro an Gebühren für die 34 Tage hinblättern. Was bleibt am Ende?

"Ich habe im vergangenen Jahr während der LOOM-Bauarbeiten in der Stresemannstraße 12.000 Euro umgesetzt und 3.000 Euro Gewinn gemacht", sagt ein Händler gegenüber der Neuen Westfälischen.

Letztendlich bleibe davon kaum etwas übrig. Ist die Lage besser, steigt aber auch der Umsatz: Der Stand-Betreiber, der anonym bleiben will, schätzt, dass man am Alten Markt bis zu 100.000 Euro machen kann.

Doch nicht jeder schafft es auf den bei den Händlern beliebten Platz, auf dem man die Höchst-Gebühr für einen Stand blechen muss. Günstiger wird's in den Randgebieten: Im Bereich vom Eingang zur Bahnhofstraße locken Preise von etwa 2000 Euro.

"Am meisten müssen Glühwein- und Imbissstände zahlen; am wenigsten Kunsthandwerker", erklär Martin Knabenreich, Geschäftsführer von Bielefeld Marketing.

Bei der Entscheidung, wer auf dem Markt einen Stand betreiben darf, helfen einige Kriterien: Vorteilhaft ist ein ausgewogenes Angebot und ein ausgereiftes Konzept. Außerdem gilt: Wer sich bewährt hat und zuverlässig ist, wird oft bevorzugt.

Doch es kann auch Ärger geben! Glühweinhändler Jürgen Casper wird nach 37 Jahren erstmals nicht mit in Bielefeld dabei sein. "Mir werden Betrug und eine fehlerhafte sowie verspätete Bewerbung vorgeworfen, mit falschem Namen und ungenauen Angaben."

Er hat bereits seinen Anwalt eingeschaltet und will gegen diese Behauptungen vorgehen.


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