OWL zu teuer! Mieten für Wohnungssuchende unerschwinglich

Bielefeld – Dass die Wohnungssuche nicht immer einfach ist, wissen viele. Aber erst keine Wohnung zu finden, weil die Mietpreise zu hoch sind, ist ein ernsthaftes Problem in Ostwestfalen-Lippe.

Mehr als 10 Euro pro Quadratmeter müssen Mieter inzwischen blechen. (Symbolbild)
Mehr als 10 Euro pro Quadratmeter müssen Mieter inzwischen blechen. (Symbolbild)

Im vergangenen Jahr sind 964 Neubau-Wohnungen in Bielefeld entstanden, berichtete die Neue Westfälische. Die Mietpreise für die Wohnungen wachsen stetig an. Das kritisierte nun der Mieterbund Ostwestfalen-Lippe.

"Das Wohnungswesen wird weitgehend dem freien Spiel der Kräfte überlassen. Folge ist, dass über viele Jahre Wohnungen fast nur noch im oberen Preissegment gebaut wurden", so der Mieterbund.

Die deutsche Immobilienwirtschaft prophezeit eine wachsende Wohnungsnot in den Großstädten: "Wir werden es nicht schaffen, zeitnah so viele Wohnungen zu bauen, dass alle in der Stadt leben können", so Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.

Gedaschko sieht die Lösung im ländlichen Wohnraum. Dort soll eine Infrastruktur entstehen und das Landleben attraktiver machen.

"Wohnen in urbanen Quartieren"

Die teuren Mietpreise waren am Montag Gegenstand einer Diskussion zwischen Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, und dem wohnungspolitischen Sprecher der SPD Fraktion im Landtag, Volkan Baran.

Während der Diskussion beschrieb Scharrenbach die Lösung: Der Bau von neuen Wohnungen. Sie argumentierte für ein Ende der Mietpreisbremse, Baran wollte auch weiterhin an ihr festhalten.

Bereits im vergangenen Jahr stellte der Mieterbund zehn Punkte auf, die eine Verbesserung des Wohnungsmarktes ermöglichen würden.

Dazu gehörte auch eine "konsequente Nutzung der durch den Abzug der Briten frei werdenden Flächen und Immobilien zur Umsetzung attraktiven und bezahlbaren Wohnens in urbanen Quartieren".

Einigkeit herrschte am Montag nur über die zu hohen Mieten und den Wohnungsmangel (TAG24 berichtete).


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