160.000 Flaschen Bier müssen weg: Jung-Brauer steht vor Mammut-Aufgabe

Schafft Mike Cacic es, innerhalb von drei Monaten 160.000 Flaschen seines Bieres zu verkaufen?
Schafft Mike Cacic es, innerhalb von drei Monaten 160.000 Flaschen seines Bieres zu verkaufen?

Bielefeld - 160.000 Flaschen Bier innerhalb von drei Monaten zu verkaufen, ist für Großbrauerei wahrscheinlich ein Witz. Doch für Jung-Brauer Mike Cacic, der mit der Ravensberger Brauerei ein Ein-Mann-Unternehmen führt, ist das eine echte Herausforderung!

Doch ihm ist klar: Gelingt ihm das nicht, was viel Arbeit umsonst! Denn der 29-Jährige MUSS so viel verkaufen.

Anfang Mai bekam er eine Abmahnung für seinen Slogan "Endlich kein Bier mehr aus Herford" (TAG24 berichtete). Für die "Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs" war der nämlich eine klare Verunglimpfung des Mitbewerbers aus der Nachbarstadt.

Außerdem zwang eine gleichzeitig verschickte Unterlassungsklage Cacic dazu, kein "Bielefelder Flutlicht" mehr zu verkaufen, das nicht in Bielefeld gebraut wurde. Seit November 2016 braut er nämlich in der Schlossbrauerei Rheder in Brakel (Kreis Höxter).

Ein Anwalt schaltete sich ein und half dem Jung-Unternehmer (TAG24 berichtete). "Wir werden ab dem 1. Oktober – wie bereits vereinbart – den Brauort des Bielefelder Flutlichts auf dem Etikett der Flaschen kenntlich machen", betonte Jan-Christian Hochmann.

Doch was soll mit den 160.000 Flaschen, die Cacic bereits gebraut und etikettiert hat, passieren? Die müssen bis dahin weg sein - entweder verkauft oder vernichtet.

Auf Facebook rief er deshalb zur Unterstützung auf, um sein Bier an den Mann zu bringen: "VOLLE CRAFT VORAUS [...] Heute ist der 01. Juli und ab heute zählt jeder Schluck, jede Flasche und jedes Zuprosten. Es zählt: Euer Durst!"

Um den Verkauf etwas anzukurbeln, kündigt der 29-Jährige gleichzeitig "Flutlicht-Partys, Gewinnspiele und weitere Aktionen" an. Und er ist sich sicher: "160.000 Flaschen? Zusammen schaffen wir das und fluten Bielefeld."

Außerdem stellt er klar, dass es sich bei der ganzen Sache nicht um einen Räumungsverkauf handelt. "Danach geht’s natürlich mit neuen Etiketten und lecker Bier weiter."

Ans Aufgeben denkt der Jung-Unternehmer trotz Abmahnung und viel Ärger in den letzten Monaten nicht! Erreicht er sein Ziel von 160.000 Flaschen nicht, wäre das ein großer finanzieller Verlust für sein junges Unternehmen.


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