Trotz Kölsch, Alt oder Pils: Haben die Menschen in NRW keine Lust auf Bier?

Düsseldorf / NRW - In Nordrhein-Westfalen wächst die Vielfalt an Brauereien. Gleichzeitig wurde 2018 in NRW immer weniger Bier getrunken.

Pils, Kölsch oder Alt: Bier wird in NRW insgesamt weniger getrunken.
Pils, Kölsch oder Alt: Bier wird in NRW insgesamt weniger getrunken.  © 123RF

Landesweit 155 Braustätten hat das Statistische Bundesamt im vergangenen Jahr gezählt, 14 mehr als 2017.

Das ist der größte Zuwachs unter allen Bundesländern.

Nach den jüngsten Zahlen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, ist Bayern mit großem Abstand das Bundesland mit den meisten Brauereien.

Im vergangenen Jahr waren es 654. Vor NRW liegt auch Baden-Württemberg mit 206 Braustätten.

Trotz der wachsenden Zahl an Brauereien trinken die Deutschen immer weniger Bier.

Im Schnitt wurden in Deutschland 2018 je Einwohner 94 Liter Bier verkauft, bescheidene 0,5 Prozent mehr als 2017.

In Nordrhein-Westfalen ging der Bierabsatz sogar zurück, um 0,9 Prozent auf 22,3 Millionen Hektoliter - alkoholfreies Bier nicht eingerechnet. Auch 2017 sank der Bierabsatz in NRW bereits.

In Bayern wurde bundesweit das meiste Bier verkauft, knapp 25 Millionen Hektoliter.

Ein Grund für die schon seit mehreren Jahren wachsende Zahl von Braustätten: Vor allem in den Großstädten entstehen kleine Spezialitätenbrauereien, die aromatisches Craft Beer anbieten.

Dominiert wird der deutsche Biermarkt indes von Großunternehmen. Mehr zwei Drittel des in NRW gebrauten Biers stammen aus Großbrauereien mit über einer Million Hektoliter Jahresproduktion.

Der Bier-Absatz ist in Deutschland im Jahr 2018 nur leicht gestiegen, obwohl es einen langen heißen Sommer mit Fußball-WM gab.
Der Bier-Absatz ist in Deutschland im Jahr 2018 nur leicht gestiegen, obwohl es einen langen heißen Sommer mit Fußball-WM gab.  © DPA

Titelfoto: 123RF

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