Betrug in Millionenhöhe? Staatsanwalt ermittelt gegen Unternehmens-Bosse

B + R geht es aktuell nicht gut.
B + R geht es aktuell nicht gut.

Gütersloh - Es läuft aktuell einfach nicht rund für den Bürogroßhandel Brüggershemke und Reinkemeier (R + B) aus Gütersloh.

Zu den wirtschaftlichen Problem kommen jetzt nämlich auch noch juristische hinzu! Im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen das insolvente Unternehmen wurden sogar schon Durchsuchungen in den Geschäftsräumen an der Berliner Straße sowie in den privaten Wohnungen der Bosse André Brüggershemke (45) und Horst Reinkemeier (57) durchgeführt.

Der Grund: Die beiden stehen im Verdacht, seit Jahren Bilanzen gefälscht zu haben! So sollen sie sich Kredite bei Banken für ihr angeschlagenes Unternehmen ergaunert haben.

Routinekontrollen im Rahmen des Insolvenzantrages führten zu den Vorwürfen. Denn als der zuständige Oberstaatsanwalt Klaus Pollmann aus Bielefeld die Arbeit aufnahm, entdeckte er Anhaltspunkte für eine mögliche Bilanzfälschung und Kreditbetrug.

Während der Durchsuchungen entdeckten die Ermittler dann auch "umfangreiches Beweismaterial", wie Pollmann gegenüber der Neuen Westfälischen bestätigte. Das werde aktuell gesichtet und ausgewertet.

Bisher geht die Staatsanwaltschaft von einem Betrugs-Zeitraum von 2011 bis zum Insolvenzantrag im September 2016 aus. Über fünf Jahre wurden angeblich Kredite in Millionenhöhe abgeschlossen. Eine konkrete Summe wollte Pollmann nicht nennen.

Jetzt müsse geklärt werden, ob sich der Anfangsverdacht erhärtet oder nicht. Das könne Monate in Anspruch nehmen, so der Oberstaatsanwalt.

Die beiden Geschäftsführer wollten sich bislang nicht zu den Vorwürfen äußern.


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