Erschreckende Bilder! Fahrer verbrennt im Auto und keiner will helfen

Bilsen/Quickborn - Die Bilder waren schrecklich! Am Freitag kam es auf der Bundesstraße 4 im Kreis Pinneberg zwischen Bilsen und Quickborn zu einem tödlichen Unfall (TAG24 berichtete).

Autos wenden auf der Straße und entfernen sich vom Unfallort.
Autos wenden auf der Straße und entfernen sich vom Unfallort.  © Screenshot/Video/privat

Ein Auto gerät in den Gegenverkehr, stößt frontal mit einem anderen Fahrzeug zusammen und geht in Flammen auf. Der Fahrer hatte keine Chance und verbrannte in den Flammen seines Wagens. Das andere Auto landet im Straßengraben.

Nun zeigt ein Video die schrecklichen Bilder nach dem Unfall. Zu sehen sind beide Fahrzeuge - das eine im Straßengraben, das andere, wie es lichterloh brennt.

Fast genauso erschreckend ist allerdings, dass auch zu sehen ist, wie zahlreiche Autos mitten auf der Bundesstraße wenden und den Unfallort verlassen. Von Erster Hilfe keine Spur!

Erst nach wenigen Minuten ist zu sehen, wie ein weiteres Auto anhält, ein Fahrer aussteigt und in Richtung des Wagens im Straßengraben geht. Er scheint der Einzige zu sein, der auf diese Idee gekommen ist.

Ein Fahrer steigt aus seinem Auto aus, um bei dem Unfallfahrzeug im Straßengraben Erste Hilfe zu leisten. Ein anderes Fahrzeug wendet und entfernt sich.
Ein Fahrer steigt aus seinem Auto aus, um bei dem Unfallfahrzeug im Straßengraben Erste Hilfe zu leisten. Ein anderes Fahrzeug wendet und entfernt sich.  © Screenshot/Video/privat

Für die Wegfahrenden könnte ihre Flucht allerdings noch ein Nachspiel haben. Die Polizei ermittelt nun gegen sie. Der Vorwurf: unterlassene Hilfeleistung. Wie eine Sprecherin dem NDR gegenüber sagte, sei aber noch unklar, ob das Videomaterial als Beweismittel genutzt werden dürfe.

Ein Lkw-Fahrer hatte den Vorfall aufgezeichnet und anschließend nach eigener Aussage ebenfalls Erste Hilfe geleistet. Wie auf dem Video zu sehen ist, filmt er aber erst einmal gut eineinhalb Minuten die Szenerie und konnte das Geschehene kaum fassen. "Das ist nicht normal", ist aus dem Fahrerhaus zu hören.

"Es hat in der Vergangenheit durchaus Gerichte gegeben, die solche Videos zugelassen haben", sagt Berit Lindenberg von der Polizei in Bad Segeberg.

Die Ergebnisse der Videosichtung werden an die Staatsanwaltschaft weitergegeben, die schließlich Anklage gegen die "Wegfahrer" erheben könnte.

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