Bundesanwalt warnt nach Bio-Waffen-Fund in Köln: Terroristen werden immer kreativer

Berlin - Nach dem Fund von hochgiftigem Rizin in einer Kölner Wohnung (TAG24 berichtete), warnt Generalbundesanwalt Peter Frank (50) vor der Bedrohung biologischer Waffen.

Peter Frank sieht eine vermehrte Bedrohung durch biologische Waffen. (Bildmontage)
Peter Frank sieht eine vermehrte Bedrohung durch biologische Waffen. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

So steigt die Gefahr durch Anschläge mit biologischen Kampfstoffen: "Wir müssen uns davon verabschieden, dass terroristische Straftaten immer nach dem gleichen Muster erfolgen", sagte Frank in einem Interview mit den ARD-Tagesthemen am Mittwochabend.

Sicherheitsbehörden beobachteten schon seit einiger Zeit, dass Anschläge auf unterschiedliche Arten und Weisen begangen werden könnten.

Terroristen seien "insoweit sehr kreativ und versuchen asymmetrisch alle möglichen Szenarien auszutesten". Dazu gehöre auch eine Bedrohung mit biologischen Kampfstoffen.

"Darauf müssen wir uns einstellen und ich denke, dass sich die Sicherheitsbehörden darauf auch eingestellt haben", so Frank

Das Bundeskriminalamt hatte in der Vorwoche in Köln einen Tunesier festgenommen, der nach Dafürhalten der Ermittler hochgiftiges Rizin für einen biologischen Sprengsatz hergestellt hatte.

Außerdem sieht die Bundesanwaltschaft einen "Anfangsverdacht für die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat".

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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