Haus wegen drohender Zwangsversteigerung in die Luft gejagt: Urteil gefallen

Darmstadt - Nach der absichtlich herbeigeführten Explosion eines Wohnhauses in Südhessen hat das Landgericht Darmstadt den Eigentümer zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.

Das Haus brannte bis auf die Grundmauern ab und stürzte ein.
Das Haus brannte bis auf die Grundmauern ab und stürzte ein.  © dpa/Boris Rössler

Die Richter verhängten die Strafe am Donnerstag unter anderem wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Nach ihrer Überzeugung hatte der 60-Jährige im März das Einfamilienhaus in Birkenau im Kreis Bergstraße quasi gesprengt. Dabei wurde niemand verletzt, zwei andere Gebäude wurden aber durch umherfliegende Trümmer beschädigt.

Das Haus selbst brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Zwangsversteigerung des Hauses hatte kurz bevorgestanden. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat der Mann mit einem selbstgebauten Zeitzünder Gas und Kraftstoff im Haus zur Explosion gebracht.

Sie hatte sieben Jahre und drei Monate Haft verlangt. Die Verteidigung sprach hingegen davon, dass die Explosion ihrer Ansicht nach auch unabsichtlich verursacht worden sein könnte und forderte Freispruch.

Das Landgericht in Darmstadt fällte am Donnerstag sein Urteil (Symbolbild).
Das Landgericht in Darmstadt fällte am Donnerstag sein Urteil (Symbolbild).  © dpa/Silas Stein

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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