Birkenstock-Boom. Öko-Latschen schaffen Jobs

Der Platz bei Alsa wird eng. Nun will das Unternehmen expandieren.
Der Platz bei Alsa wird eng. Nun will das Unternehmen expandieren.

Von Juliane Morgenroth

Görlitz - Birkenstock-Schuhe kennt jeder. Dass viele davon in Görlitz hergestellt werden, wissen nur wenige. Dabei wächst der Schuhhersteller mit seiner Tochterfirma Alsa rasant: Die Zahl der Mitarbeiter in Görlitz hat sich auf über 900 mehr als verdoppelt.

Jetzt will das Unternehmen weiter expandieren. Görlitz ist einer der Hauptproduktionsstandorte für Birkenstock-Sandalen. „Hier haben wir das größte Wachstum und den entsprechenden Platz“, sagt Unternehmenssprecher Jochen Gutzy. Bei Alsa wird der größte Teil der Fußbetten hergestellt.

Exklusiv zudem der sogenannte EVA-Schuh: Die Modelle aus einem speziellen Kunststoff sind vor allem für Wellness und Strand gedacht. Angesichts des rasanten Wachstums will Alsa in Görlitz expandieren: Auf einer Fläche von 24 450 Quadratmetern sollen neue Sozialräume entstehen, neue Gebäude für Logistik, Produktion und Verwaltung, zudem Parkplätze.

Boom bei der Birkenstock-Tochter Alsa in Görlitz: Hier arbeiten über 900 Menschen.
Boom bei der Birkenstock-Tochter Alsa in Görlitz: Hier arbeiten über 900 Menschen.

Der Stadtrat machte dafür jetzt den Weg frei. Nun kann ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Wie viel investiert werden soll, wollte das Unternehmen nicht sagen.

Die weltweite Nachfrage nach Birkenstock-Schuhen sei enorm: „Wir wachsen zur Zeit sehr stark. Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht“, so Sprecher Jochen Gutzy. Innerhalb eines Jahres verdoppelte sich die Zahl der Mitarbeiter in Görlitz auf 912. Viele kommen aus Polen. Weitere 488 Beschäftigte gibt es bei einer Tochterfirma in Bernstadt, die Schuhoberteile stanzt, prägt, presst und bedruckt.

Birkenstock-Sandalen werden ausschließlich in Deutschland hergestellt. Görlitz produziert an einem einzigen Tag 80.000 Paar Fußbetten.

Fotos: Pawel Sosnowski/80studio.net


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