Pokal-Randale: Lok gibt auch Bischofswerda die Schuld

Unschöne Szenen beim Sachsenpokal-Halbfinale zwischen Bischofswerda und Lok Leipzig.
Unschöne Szenen beim Sachsenpokal-Halbfinale zwischen Bischofswerda und Lok Leipzig.  © Rocci Klein

Leipzig - Nach der Randale beim Sachsenpokal-Halbfinale in Bischofswerda (TAG24 berichtete) meldet sich jetzt Lok Leipzig zu Wort.

In einer von Präsidiumsmitglied Alexander Voigt unterzeichneten Erklärung heißt es u.a.: „Der Verein schätzt, dass sich gut 1700 Fans im Gästeblock befanden. Einem kleinen Teil schien der 1. FC Lok vollkommen egal zu sein. Denn deren Aktionen vor und insbesondere nach dem Spiel sorgen dafür, dass die Loksche in den aktuellen Stunden nicht als verdienter Pokal-Finalist, sondern als Randale-Klub wahrgenommen wird. Das finden wir zum Kotzen! Nur das vehemente Eingreifen der Polizei hat am Sonntag Schlimmeres verhindern können.“

Allerdings gibt der Regionalligist den Schiebockern eine große Mitschuld: "Bereits im Vorfeld hatte der 1. FC Lok mehrfach darauf hingewiesen, dass das Pokal-Halbfinale aus diversen infrastrukturellen Gründen nicht in Bischofswerda stattfinden kann. Die Verantwortlichen des BFV waren allerdings der Meinung, ein solches Spiel ausrichten zu können. Auch ein Tausch des Spielrechts ins Bruno-Plache-Stadion wurde im Vorfeld mehrfach abgelehnt. Des weiteren wurden einige Sicherheitsmaßnahmen, die im Vorfeld bei den Sicherheitsberatungen besprochen wurden, am Sonntag nicht umgesetzt", heißt es.

Und weiter: "Der Bischofswerdaer FV, der sonst im Durchschnitt Spiele vor 180 Zuschauern austrägt, war absolut überfordert mit der Situation. Unter diesen Voraussetzungen hätte man in Leipzig niemals angepfiffen."

Die Polizisten mussten beim Sachsenpokal-Halbfinale mit Pfefferspray gegen die aggressiven Fußballfans vorgehen.
Die Polizisten mussten beim Sachsenpokal-Halbfinale mit Pfefferspray gegen die aggressiven Fußballfans vorgehen.  © Rocci Klein

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0