Bisswunde überführt Sex-Täter

Symbolbild
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Von Alexander Bischoff

Leipzig - Mit einem beherzten Biss hat sich eine Frau in Leipzig aus den Fängen eines Sex-Täters befreit. Der Mann wurde später in einem Asylbewerberheim anhand der Bisswunde überführt und verhaftet.

Die 25-jährige Erzieherin war morgens auf dem Weg zur Arbeit, als ihr ab der Bus-Endhaltestelle Mockau ein Mann folgte. Immer schneller wurden seine Schritte. An der Lilienthalstraße hatte Hamid S. (18) die Frau eingeholt.

Den Ermittlungen zufolge rempelte der Libyer die Leipzigerin an, umschlang sie dann von hinten mit beiden Armen und würgte sie am Hals. Anschließend soll er die Frau brutal gegen eine Hausmauer gestoßen und versucht haben, sie gewaltsam zu küssen.

Doch die 25-Jährige leistete Gegenwehr: Mit ganzer Kraft biss sie dem Angreifer in die rechte Hand. Anschließend rannte die Frau auf die Straße, hielt einen Autofahrer an und alarmierte die Polizei.

Nach dem Überfall ging der wegen gefährlicher Körperverletzung und Diebstahls polizeibekannte Nordafrikaner in einen Netto-Markt und stahl dort unter den Augen der Verkäuferinnen mehrere Flaschen Schnaps. Auch sie riefen die Polizei.

Eine Streife fuhr kurz darauf zum Asylbewerberheim Mockau. Nachdem die Beamten der Security den Gesuchten beschrieben, führten die Wachleute die Polizisten zur Unterkunft des Libyers. Der war anhand seiner Bissverletzung leicht zu überführen.

Hamid S. wurde festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl. Der Vorfall ereignete sich bereits am Sonnabend, wurde aber erst am Donnerstag von der Polizei auf Anfrage öffentlich gemacht.

Fotos: imago (1), dpa (1)


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