"Bitte lasst das bleiben!" Leipziger Arzt warnt vor "Skullbreaker-Challenge"

Leipzig - Die "Tide-Pod-Challenge", "Momo" oder die "Cereal-Challenge": Das Internet und vor allem soziale Medienplattformen wie "Tiktok" sind voll von albernen bis gefährlichen Trends. Eine neue "Challenge" sprengt das bisherige Maß an Sinnlosigkeit und könnte lebensgefährlich für alle Nachahmer sein.

Becken, Steiß, Wirbelsäule und Genick können durch einen solchen Sturz brechen.
Becken, Steiß, Wirbelsäule und Genick können durch einen solchen Sturz brechen.  © 123RF/thailoei92

Seit Anfang des Jahres kursiert die "Skullbreaker-Challenge" durch TikTok, Twitter und Co.

In verschiedenen Videos wird gezeigt, wie drei Menschen nebeneinander stehen.

Zunächst springen die beiden äußeren Personen in die Luft, beim Sprung der mittleren Person werden dieser von ihren "Partnern" die Beine weggezogen, sodass sie ungebremst mit Rücken und Hinterkopf auf den Boden stürzt.

Viele Social-Media-Nutzer ahmten die "Challenge" bereits nach und stellten Videos davon ins Netz.

So weit, so dämlich: Nun hat sich auch ein Leipziger Arzt mit dem neuen Internetphänomen beschäftigt und rät dringend von diesem Trend ab.

Genickbruch: "Skullbreaker-Challenge" kann schlimme Folgen haben

Auf TikTok machte Oberarzt Georg Salloum auf die Gefahren der Challenge aufmerksam.
Auf TikTok machte Oberarzt Georg Salloum auf die Gefahren der Challenge aufmerksam.  © Screenshot/ TikTok Helios Leipzig

"Im schlimmsten Fall können sich Menschen das Becken, den Steiß, die Wirbelsäule oder das Genick brechen", berichtet Georg Salloum, Oberarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie am Helios Park-Klinikum Leipzig.

"Die Challenge kann dazu führen, dass man schwerwiegende Folgen davon trägt oder im schlimmsten Fall tödlich verletzt wird. Bitte lasst das bleiben!", so Salloum, der seine Botschaft dort verbreitet, wo sich die Zielgruppe tummelt: Auf TikTok!

Sein Video ist auf dem hauseigenen TikTok-Kanal der Helios-Klinik zu sehen und wurde mittlerweile mehr als 100.000-mal geklickt.

Oberarzt Georg Salloum rät Eltern, ihre Kinder über die Mutprobe aufzuklären.

Zumindest "TikTok" ist sich der Verantwortung von sozialen Medien in diesem Fall bewusst und entfernt Videos mit dem Hashtag #Skullbreakerchallenge mittlerweile von der Seite.

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