Dreist! Betrüger sammeln "Spenden" für Verletzte des Halle-Attentats

Bitterfeld/Halle (Saale) - Unfassbar! Berichten zufolge sollen in den letzten Tagen Betrüger im Raum Anhalt-Bitterfeld unterwegs gewesen sein, die sich die Bluttat in Halle zunutze gemacht haben.

Einen Verein, der Spenden für die Opfer des Attentat sammelt, gibt es noch gar nicht.
Einen Verein, der Spenden für die Opfer des Attentat sammelt, gibt es noch gar nicht.  © DPA

"Bis jetzt wurden zwei Männer am Halle-Peißen Center, sowie eine Frau und ein Mann am Outlet Center in Brehna gesichtet", schreibt das Medienportal Blaulichtreport Anhalt-Bitterfeld. Dies Männer sollen das Attentat in Halle am Mittwoch (TAG24 berichtete) für ihre Zwecke genutzt und Spenden für die Verletzten gesammelt haben.

Nach Bitte um die Herausgabe eines Ausweises oder Nachweises der Spendenaktion seien diese pampig und aggressiv geworden.

Auf den Spendendosen soll der Aufdruck eines Vereins mit Namen "Halle hilft e.V." gestanden haben. Einen solchen Verein aber gibt es nicht, auch Institutionen mit einem ähnlichen Namen haben noch nie von der Spendenaktion gehört. Laut dem Nachrichtenportal soll es sich um eine sehr geschmacklose Aktion handeln - und Betrug.

Am Mittwoch hatte ein 27-jähriger Tatverdächtiger versucht, vollbewaffnet in eine Synagoge in Halle an der Saale zu gelangen und dort ein Massaker unter einer jüdische Gemeinschaft anzurichten. Dies gelang ihm glücklicherweise nicht. Er erschoss zwei Menschen, auf seiner Flucht wurden weitere Personen verletzt, bis die Polizei den Mann fassen konnte.

Die Polizei im Landkreis Bitterfeld-Anhalt bestätigt den Spendenbetrug nicht. "Wir schließen solche Aktionen nicht aus, aber es liegt noch keine Anzeige vor", so ein Sprecher.

In Halle trauern Passanten um den im Döner-Imbiss getöteten HFC-Fan Kevin S.
In Halle trauern Passanten um den im Döner-Imbiss getöteten HFC-Fan Kevin S.  © Soeren Stache/dpa

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