Höcke kündigt an: AfD will eigenen Kandidaten für MP-Wahl in Thüringen aufstellen

Erfurt - Die Thüringer AfD will bei der Ministerpräsidentenwahl einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. "Wir brauchen einen Gegenkandidaten zu Bodo Ramelow", sagte Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke am Mittwoch in Erfurt.

Björn Höcke will noch einen geeigneten Kandidat finden, der bei der Wahl antritt.
Björn Höcke will noch einen geeigneten Kandidat finden, der bei der Wahl antritt.  © DPA

Man sei auf der Suche nach einem Bewerber, der eine "bürgerliche Mehrheit" hinter sich versammeln könne, wie Höcke sagte.

Dies müsse auch keine Person aus den Reihen der AfD sein. "Einfach um deutlich zu machen, dass wir unser zentrales Wahlversprechen im Auge behalten, wird es einen Gegenkandidaten geben", sagte Höcke.

Auf Nachfrage eines Journalisten sagte Höcke, er wolle auch nicht ausschließen, dass der frühere Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen (CDU) ein geeigneter Kandidat wäre.

Ein Gegenkandidat zu Bodo Ramelow (Linke) im dritten Wahlgang könnte am Ende Ramelow die Wahl erleichtern.

Derzeit gibt es eine Diskussion darüber, wie die Thüringer Verfassung auszulegen ist, wenn Ramelow als einziger angetretener Kandidat im dritten Wahlgang möglicherweise mehr Nein- als Ja-Stimmen bekommt.

Bei zwei oder mehr Kandidaten im dritten Wahlgang gilt die Verfassung als eindeutig: Gewählt ist dann, wer die meisten Ja-Stimmen bekommt.

Titelfoto: DPA

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