"Alternative Mitte" will Björn Höcke aus AfD werfen und nennt ihn größenwahnsinnig

Erfurt/Berlin - Immer wieder werden die Stimmen in der AfD laut, den Thüringer Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen 2019 aus der AfD zu verbannen. Jetzt nimmt ein Teil der Partei einen neuen Anlauf.

Björn Höcke gilt als Anführer des rechten Flügels des AfD.
Björn Höcke gilt als Anführer des rechten Flügels des AfD.  © DPA

De "Alternative Mitte in der AfD" ist eine Vereinigung von AfD-Mitgliedern, die sich für einen gemäßigten Kurs der Partei einsetzen und gegen rechtsextreme Aussagen kämpfen.

Björn Höcke hatte diese Gruppe am Wochenende beim Parteitag in Arnstadt scharf kritisiert. "Werdet konstruktiv oder haut endlich ab", sagt er.

Nun schießt die Alternative Mitte zurück. In einer Pressemitteilung fordert sie: "AfD sollte Höcke endlich in hohem Bogen aus der Partei werfen". Eine mögliche Beobachtung durch den Verfassungsschutz hänge vor allem mit der Person Höcke zusammen, den interessiere dies aber nicht. Sollte der Verfassungsschutz entscheiden, die Partei beobachten zu lassen, sei das "der mögliche Anfang vom Ende der AfD".

Höcke werde für die AfD immer mehr zum Problemfall. "Höcke wirkt immer mehr wie ein Größenwahnsinniger, der ein einzigartiges Zerstörungswerk in Deutschland verrichtet", er mache die AfD für viele Wähler unwählbar.

"Der wirksamste Weg, die AfD glaubhaft vom Vorwurf des Extremismus zu befreien, besteht ganz klar darin, Björn Höcke endlich in hohem Bogen aus der Partei zu werfen", schließt die Alternative Mitte. Höcke hat sich bisher nicht zu den Forderungen geäußert.

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