Streit um AfD-Jugend: Rechtsaußen Björn Höcke schießt gegen die Parteispitze

Erfurt - Die Parteispitze der AfD um Alexander Gauland und Alice Weidel will bei der Jungen Alternative (JA) durchgreifen und sich möglicherweise auch von der Organisation trennen. Björn Höcke stellt sich jetzt hinter die jungen AfD-Mitglieder.

Bjrön Höcke will mehr Respekt für die Mitglieder der JA.
Bjrön Höcke will mehr Respekt für die Mitglieder der JA.  © DPA

„Es ist unverhältnismäßig wie einige Funktionäre der AfD über unsere Parteijugend in Gänze den Stab brechen. Von einzelnen JA-Mitgliedern wurden ganz sicher Fehler gemacht. Manche dieser Fehler müssen als unsägliche Entgleisungen bezeichnet werden. Auf diese muss es unzweifelhaft entschiedene Reaktionen geben. Eine ganze Parteigliederung – zumindest indirekt – unter Generalverdacht zu stellen, ist jedoch völlig inakzeptabel", schreibt Höcke bei Facebook.

Zudem fordert der Vorsitzende der AfD in Thüringen mehr Respekt für die Mitglieder der JA, denn sie "bringen dennoch den Mut auf, sich zu unserer Sache zu bekennen", obwohl sie sich "sich in einer weitgehend links-grün geprägten Gesellschaft" bewegen würden.

Daraus resultieren, "eine grundsätzliche Pflicht der verantwortlichen Parteifunktionäre, zu ihnen zu stehen, ohne Fehlentwicklungen zu tolerieren." Und auch der Frank Pasemann von der Magdeburger AfD stellt sich hinter Höcke und die JA. Beide werden zum rechten Flügel der Partei gezählt.

In den letzten Monaten wurden immer mehr JA-Gruppen vom Verfassungsschutz unter Beobachtung gestellt, der Landesverband in Niedersachsen sogar ganz aufgelöst. Deswegen sieht sich der Bundesvorstand nun zum Handeln gezwungen.

Titelfoto: DPA

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