Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Björn Höcke ein

Erfurt/Chemnitz - Björn Höcke hat den Streit mit der Familie der toten Tramperin Sophia L. vorerst gewonnen, das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt.

Björn Höcke im Thüringer Landtag bei einer Sitzung in dieser Woche.
Björn Höcke im Thüringer Landtag bei einer Sitzung in dieser Woche.  © DPA

Das erklärte nun die Staatsanwaltschaft aus Chemnitz. Höcke hatte im Dezember aufgrund der Ermittlungen seine Immunität verloren.

Angezeigt hatten ihn die Eltern der Toten, nachdem Höcke auf seiner Facebook-Seite ein Bild des Opfers geteilt hatte, dass auf einem Plakat während eines Trauermarschs in Chemnitz zu sehen gewesen war.

Höcke hatte nach Ansicht der Eltern ihre Tochter "für die eigene Gesinnung" instrumentalisiert. Er habe das Bild des Opfers "widerrechtlich öffentlich zur Schau", das sei für die Eltern nicht zu ertragen, hieß es in der Anzeige. Der Politiker hatte sich gegen die Vorwürfe gewehrt, die Staatsanwaltschaft gibt ihm nun Recht.

Höcke sei weder Anmelder noch Versammlungsleiter des Aufzugs gewesen, bei dem gezeigten Bild handle es sich "zweifelsfrei um ein Bild aus dem Bereich der Zeitgeschichte". Zudem sei Sophias Bild auch schon vorher in den Medien aufgetaucht.

Das Mädchen war im Juni beim Trampen von einem Lasterfahrer aus Marokko getötet worden, wochenlang sorgte ihr Tod für Entsetzen in Deutschland. Gegen den Lkw-Fahrer läuft derweil ein Verfahren.

Titelfoto: DPA

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