BKA warnt vor Gewalt gegen Flüchtlinge und Politiker!

Vor weiteren Gewaltexzessen vor Flüchtlingsheimen, wie hier in Heidenau, warnt das BKA.
Vor weiteren Gewaltexzessen vor Flüchtlingsheimen, wie hier in Heidenau, warnt das BKA.

Berlin - Flüchtlinge und deren Helfer könnten nach einer Warnung des Bundeskriminalamts (BKA) zunehmend in das Visier fremdenfeindlicher Gewalttäter geraten.

Das ergebe sich aus einer vertraulichen Lagebewertung, die wenige Tage vor dem Anschlag auf die inzwischen gewählte Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker entstanden sei, berichten die "Süddeutsche Zeitung" sowie der NDR und der WDR.

Es sei davon auszugehen, dass die rechte Szene ihre "Agitation" gegen die Asylpolitik weiter verschärfe, schreibe das BKA. Das ansonsten "sehr heterogene rechtsextremistische Spektrum" finde hier einen "ideologischen Konsens".

Neben Brandstiftung griffen die Täter zu Waffen wie Zwillen mit Stahlkugeln und Holzknüppeln sowie Buttersäure.

Die Hemmschwelle der rechten Täter scheint immer weiter zu sinken.
Die Hemmschwelle der rechten Täter scheint immer weiter zu sinken.

Die Angriffe auf Asylunterkünfte würden weiter stark ansteigen. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres waren es 461 Taten, bei denen die Behörde einen rechten Hintergrund annimmt, schrieben die Medien.

Damit habe sich die Zahl der Delikte gegenüber dem gesamten Vorjahr mehr als verdoppelt.

Die meisten Angriffe hat das BKA im August 2015 verzeichnet. Nordrhein-Westfalen führt mit 121 Delikten die Statistik an, Sachsen folgt mit 57 Straftaten.

Das BKA rechnet auch mit neuen Formen, etwa der Blockade von Bahnstrecken und Autobahnen, um die Ankunft weiterer Flüchtlinge zu verhindern.

Auch Personen, die vom Äußeren her für Asylbewerber gehalten würden, könnten verstärkt Opfer werden.

Fotos: dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0