Schnäppchen auf Kosten anderer: Heftige Kritik am Black Friday

Köln - Der "Black Friday" hält für Konsumenten in Deutschland tausende Angebote bereit, Unternehmen, Geschäfte und Läden verkaufen etliche Produkte zu niedrigeren Preisen. Doch der "Black Friday" hat auch seine Kritiker.

Eine Näherin in einer Fairtrade-Baumwollspinnerei.
Eine Näherin in einer Fairtrade-Baumwollspinnerei.  © obs/TransFair e.V./Fairtrade/Anand Parmar

Für Organisationen wie "Fairtrade Deutschland" ist er Höhepunkt eines höchst fragwürdigen Konsums: "Der Black Friday steht für Überfluss und Schnäppchenjagd auf Kosten Dritter", meint Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von Fairtrade Deutschland.

Das bekannte Fairtrade-Label setzt sich für eine faire Vergütung der Produzenten ein. Der Fairtrade-Chef meint: "Wie kann es sein, dass ein T-Shirt billiger ist als ein fairer Cappuccino im Café? Den Preis unseres Billigkonsums zahlen andere: Näherinnen in Textilfabriken oder Baumwollbauern verdienen oft nicht einmal genug, um ihre Familien gut zu versorgen."

Sein Verein mit Sitz in Köln ruft zum "Kauf-Nix-Tag" anstelle des "Black Fridays" auf.

"Statt überflüssigem Konsum zu frönen, sollten Verbraucher ihre Einkaufsmacht gezielt als politisches Instrument nutzen. Nur wenn Bedarf an etwas Neuem ist, sollte eingekauft werden und dann bewusst und fair: zum Beispiel Kleidung mit Fairtrade-Baumwolle", so die Hoffnung des Fairtrade-Chefs.

Statt billiger Massenware gibt es auch erste Fairtrade-Bioware.
Statt billiger Massenware gibt es auch erste Fairtrade-Bioware.  © obs/TransFair e.V./Fairtrade/Anand Parmar

Titelfoto: obs/TransFair e.V./Fairtrade/Anand Parmar


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