Ärger im Stadtrat! Wackelt die Sanierung des Blauen Wunders?

Bis zu 45 Millionen Euro müssen in das Blaue Wunder investiert werden.
Bis zu 45 Millionen Euro müssen in das Blaue Wunder investiert werden.

Von Dirk Hein

Dresden - Dass das Blaue Wunder überhaupt noch steht, ist an sich ein Wunder. Bereits 1973 war die eigentliche Nutzungsdauer der 1893 eröffneten Brücke abgelaufen. Damit die Elbquerung dennoch weitere 15 Jahre durchhält, müssen bis zu 45 Millionen Euro investiert werden.

Genau darüber tobt nun im Stadtrat ein Streit. Reinhard Koettnitz (60), Chef des Straßen- und Tiefbauamtes, forderte, dass in den nächsten 15 Jahren jeweils etwa 3 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt werden.

Stattdessen wurde mit den Stimmen von Linken, Grünen und SPD beschlossen, die Sanierung „kontinuierlich finanziell abzusichern“. Zudem müssen jeweils einzelne Sanierungsabschnitte dem Rat erneut vorgelegt werden.

Der CDU reichte das nicht aus. „Rot-Rot-Grün bekennt sich nicht zum Blauen Wunder“, ärgerte sich CDU-Bauexperte Gunter Thiele (42).

CDU-Bauexperte Gunter Thiele (l., 42) ärgert sich über Vorgehensweise von Rot-Rot-Grün. Reinhard Koettnitz (r., 60) vom Straßen- und Tiefbauamt fordert eine jährliche Finanzspritze von drei Millionen Euro.
CDU-Bauexperte Gunter Thiele (l., 42) ärgert sich über Vorgehensweise von Rot-Rot-Grün. Reinhard Koettnitz (r., 60) vom Straßen- und Tiefbauamt fordert eine jährliche Finanzspritze von drei Millionen Euro.

Fotos: Marko Förster, Steffen Füssel, Holm Helis, Thomas Türpe


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