Bleibt das jetzt so oder kommt der Sommer nochmal zurück?

Richtiges Schmuddelwetter bracht das Tief "Jonas" am vergangenen Wochenende.
Richtiges Schmuddelwetter bracht das Tief "Jonas" am vergangenen Wochenende.

Dresden - Vor wenigen Tagen aalten wir uns noch am Strand oder schimpften schwitzend in der Dachgeschoss-Wohnung.

Jetzt - nur eine Woche später - könnte man meinen, es sei schon tiefster Herbst. Morgens 8 Grad, Regen und wir bibbern. Bleibt das jetzt so oder kommt der Sommer noch einmal zurück?

Wir haben uns bei verschiedene Meteorologen erkundigt. Das sind ihre Prognosen:

# Wetter.com: Das Hochdruckgebiet westlich von Irland verlagert sich nach Osten und bringt Deutschland freundliches Wetter. In Sachsen bleibt es in den kommenden Tagen mit 17 bis 20 Grad mäßig-kühl. Obwohl ein leicht böiger Wind aus Nord-Ost ein paar Wolken nach Deutschland bringt, setzt sich die Sonne nach und nach überall durch.

Ab Dienstag soll der Altweibersommer in Deutschland einziehen.
Ab Dienstag soll der Altweibersommer in Deutschland einziehen.

# Deutscher Wetterdienst: Bisher befindet sich Deutschland noch zwischen dem kräftigen Hoch über den britischen Inseln und dem Tief über dem Nordosten Europas, welches für das feucht-kühle Wetter am vergangenen Wochenende verantwortlichen ist. Der Rest der Woche soll dagegen heiter mit bis zu 24 Grad werden. In einigen Mittelgebirgen sinkt die Temperatur in der Nacht bis auf 4 Grad. Am Morgen bildet sich der für den Herbst typische Nebel. Es weht ein mäßiger Wind aus Osten.

# Wetter-Online: Das Hoch Lajana bestimmt das Wetter für die kommenden Tage und bringt den Altweibersommer mit sich. Tagsüber bleibt es freundlich, nur die Nächte lassen den herannahenden Herbst mit einstelligen Temperaturen, mancherorts sogar erster Bodenfrost, erahnen. In den Morgenstunden bilden sich in den nächsten Tagen oft Nebelfelder, die aber rasch durch die noch kräftige September-Sonne aufgelöst werden.

Und nach dem warmen September?
Bei Vorhersagen für den restlichen Herbst und den ersten Schneefall spalten sich die Meinungen der Meteorologen. Manche rechnen schon Ende September mit der weißen Pracht.

Haslinger Sepp aus Benediktbeuern ist sich sicher, dass der erste Schnee in der zweiten Oktober-Hälfte fällt und bleibt. Und das bis Ostern, also Ende März 2016. Woher er das weiß? Jedes Jahr "liest" der 73-jährige seine Königskerze. Aus ihren Blüten will der ehemalige Hüttenwirt erkennen, wie viel Schnee der nächste Winter bringt.

Hielt man sich früher noch an Bauernregeln, setzt man heutzutage auf mathematische Rechenmodelle. Diese erstellen sogennante Langfristmodelle, die das Wetter über 10 Tage hinaus vorhersagen können.

Hundertprozentig verlassen kann man sich aber auch auf diese Prognosen nicht. Ganz sicher ist aber: Wetter werden wir immer haben.

Am vergangenen Freitag war die Zugspitze bereits schneebedeckt.
Am vergangenen Freitag war die Zugspitze bereits schneebedeckt.

Fotos: dpa/Ingo Wagner, dpa/Arno Burgi, dpa/Uwe Zucchi, dpa/Angelika Warmuth


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