Gefährliches Naturschauspiel: So oft schlägt im Norden der Blitz ein!

Hamburg - In Hamburg haben 2018 deutlich weniger Blitze eingeschlagen als noch in den Jahren zuvor.

Ein Blitz zuckt während eines Gewitters bei den Landungsbrücken in Hamburg am Himmel.
Ein Blitz zuckt während eines Gewitters bei den Landungsbrücken in Hamburg am Himmel.  © Jens Ressing dpa/lno

Nach einer Auswertung des Blitz-Informationsdienstes von Siemens haben im vergangenen Jahr genau 623 Blitze den Hamburger Boden erreicht.

2017 waren es noch 939 und 2016 zählte der Dienst 1215 Blitze. Damit schlugen rein rechnerisch auf einen Quadratkilometer 0,8 Blitze in der Hansestadt ein, wie der Dienst am Dienstag mitteilte.

Gemessen an allen 403 kreisfreien Städten und Landkreisen landet Hamburg damit im soliden unteren Mittelfeld auf Platz 288.

Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel dagegen scheint für Blitze kaum eine magische Anziehungskraft zu haben. Dort registrierte der Blitz-Informationsdienst lediglich 20 Einschläge im vergangenen Jahr und damit 0,2 Erdblitze auf einer Fläche von 1000 mal 1000 Metern.

Damit gehört Kiel neben Fürth (Bayern) mit 18 Erdblitzen zu den Städten mit den wenigsten Einschlägen und belegt gemessen an der Blitzdichte sogar den letzten Platz der Tabelle.

Der Blitz-Informationsdienst zählt deutschlandweit alle Blitze - sowohl die in den Wolken als auch die, die die Erde berühren. Insgesamt schlugen im vergangenen Jahr demzufolge 446 000 Blitze in Deutschland ein. Gemessen wird das mit Antennen, die das elektromagnetische Signal eines jeden Blitzes wahrnehmen. Damit könne Siemens den Einschlagsort auf weniger als 100 Meter genau bestimmen.

Die Messdaten von Siemens sind wichtig unter anderem für Versicherer, die nach Unwetterschäden zahlen sollen.

Im vergangenen Jahr haben Blitze dem Gesamtverband der Deutschen Versicherer zufolge Schäden in Höhe von 280 Millionen Euro verursacht.

Ein Blitz schlägt in der Nähe eines Windrades ein.
Ein Blitz schlägt in der Nähe eines Windrades ein.  © Julian Stratenschulte/dpa

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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