Mit diesem Psycho-Trick sollen Raser jetzt gestoppt werden

Hamburg - Autofahrer müssen sich in Hamburg künftig auf neue mobile Blitzer einstellen: Nach erfolgreicher Testphase hat die Innenbehörde sechs wie Pkw-Anhänger aussehende Geräte angeschafft.

Raser müssen sich auf Hamburgs Straßen künftig auf diese neuen Blitzer einstellen.
Raser müssen sich auf Hamburgs Straßen künftig auf diese neuen Blitzer einstellen.  © DPA

Die Innenbehörde erhofft sich von den mobilen Blitzern eine Verbesserung der Verkehrssicherheit auch durch einen psychologischen Effekt.

Da viele Autofahrer die Standorte der fest installierten Blitzer kennen würden, wirke sich die Tempominderung dort meist nur auf einen Streckenabschnitt von 200 bis 500 Meter aus.

Durch den Einsatz der mobilen Geräte an ständig wechselnden Orten soll laut Senat nun ein "Flächendruck" aufgebaut werden.

Ein weiterer Vorteil: Im Gegensatz zu den 32 bisher eingesetzten mobilen Messgeräten, mit denen Hamburger Polizisten den Verkehr an besonderen Gefahrenpunkten überwachen, kommen die am Straßenrand abgestellten Anhänger-Blitzer ohne großen Personaleinsatz aus.

Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der bedeutendsten Unfallursachen in der Stadt. "Jeder Unfall durch überhöhte Geschwindigkeit ist einer zu viel. Überwachung im Straßenverkehr muss daher stetig weiterentwickelt werden", meinte kürzlich auch Innensenator Andy Grote (SPD).

In seiner Behörde sieht man bereits erste Erfolge. Laut einer internen Auswertung, gingen die Unfälle, bei denen überhöhte Geschwindigkeit als Ursache im Spiel war, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 17 Prozent auf 1849 zurück.

Insgesamt gab es demnach im ersten Halbjahr in Hamburg wie schon im gesamten Vorjahr einen leichten Rückgang bei der Zahl der Unfälle. So wurden mit 33.273 Verkehrsunfällen 569 weniger gezählt als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. Das entspricht einem Minus von 1,7 Prozent.

Die Zahl der Unfälle mit Verletzten sank um 2,2 Prozent auf 3650. 14 Menschen kamen ums Leben (2017: 15), 408 wurden schwer (2017: 414) und 4249 leicht verletzt (2017: 4306)

Neben den sechs mobilen werden übrigens auch sechs weitere stationäre Blitzer angeschafft. Sie sollen noch in diesem Jahr aufgestellt werden. Damit wird es dann an Hamburgs Straßen 34 fest installierte Geschwindigkeitskontrollen geben.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0