Klimacamp: Umweltschützer wollen Düngemittelfirma blockieren

Brunsbüttel/Hamburg - Umweltschützer wollen am Montag vor den Toren der Düngemittelfirma Yara in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) demonstrieren und so versuchen, die Produktion zu stören.

Aktivisten der Organisation "Free the Soil" halten sich an den Händen.
Aktivisten der Organisation "Free the Soil" halten sich an den Händen.  © Free the Soil/Presse

Eine Sprecherin der Organisation "Free the Soil" (etwa: Befreien wir die Böden) sprach von einer Massenaktion des zivilen Ungehorsams gegen eine der größten Stickstoff-Kunstdüngemittelfabriken in Europa.

"Wir glauben, dass direkte Aktion notwendig ist, um die eskalierende Klimakrise aufzuhalten." Die Umweltschützer sehen die Agrarindustrie als eine der größten Zerstörer des Klimas.

Auf der Video-Plattform YouTube veröffentlichte die Organisation ein Video und erklärt: "Wer heute Klimaziele auf das Jahr 2030 verschiebt, hält sich Augen, Ohren, Mund und Nase zu."

Erst am Freitag hatte es den zweiten globalen Klimastreik gegeben. Auch in Hamburg gingen laut Angaben der Polizei mindestens 70.000 Menschen auf die Straße. Im Anschluss an die friedliche Demonstration gab es in der Hamburger Innenstadt mehrere Sitzblockaden, die von der Polizei aufgelöst werden mussten (TAG24 berichtete).

Die Polizei erwartet eine friedliche Versammlung mit mehr als 100 Teilnehmern. Um eine Beeinträchtigung der Versammlung und eine Gefährdung der Versammlungsteilnehmer zu verhindern, werde es mehrere Sperrungen geben, teilte die Polizei am Samstag mit.

Schon seit Donnerstag haben Umweltschützer im nahe gelegenen Sankt Margarethen im Kreis Steinburg ein Klimacamp errichtet. Dort seien am Samstag etwa 500 Menschen gewesen, sagte die Sprecherin.

Die Polizei hat für die Versammlung, die von 8 bis 18 Uhr stattfinden soll, ihrerseits über 500 Polizisten zusammengezogen.

Titelfoto: Free the Soil/Presse

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