Blood & Honour: Verfassungsschutz verhindert rechtsextremistisches Konzert

Aalen - In Ellwangen hat die Polizei ein rechtsextremistisches Rockkonzert einiger Musikgruppen am Samstagabend verhindert.

Ein Schild mit der Aufschrift "Nein Danke! Rechtsrock". (Symbolbild)
Ein Schild mit der Aufschrift "Nein Danke! Rechtsrock". (Symbolbild)  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Der Verfassungsschutz hatte Hinweise auf ein rechtsextremistisches Konzert, das auf dem Freizeitgelände Wangershof bei Ellwangen stattfinden sollte, teilen die Stadt Ellwangen, das Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg und das Polizeipräsidiums Aalen mit.

Das Konzert von rechtsextremistischen Musikgruppen wurde bundesweit von den Veranstaltern beworben.

Durch die Erkenntnisse des Verfassungsschutzes gibt es bei der Veranstaltung Verbindungen zu der Bewegung "Blood & Honour", die eine international aktive und rechtsextremistische Skinheadorganisation ist.

Die Bewegung "Blood & Honour Division Deutschland" und ihre Jugendorganisation "White Youth" wurden bereits im Jahr 2000 vom Bundesinnenministerium verboten.

Die Polizei verhinderte das Konzert. (Symbolbild)
Die Polizei verhinderte das Konzert. (Symbolbild)  © DPA

Die Stadt Ellwangen hat die Veranstaltung am Samstagmorgen verboten. Der Veranstalter hat zudem beim Vermieter des Wangershofes eine Geburtstagsparty angemeldet und die tatsächliche Nutzung verschleiert.

Die Polizei und das LKA waren am Samstag präsent, um das Verbot der Veranstaltung durchzusetzen. Der Einsatz verlief reibungslos.

Obwohl das Vereinsverbot von "Blood & Honour" seit geraumer Zeit besteht, gibt es Bands, Musikproduzenten und Verbände, die dem internationalen Netzwerk angeschlossen sind, berichtet die gemeinsame Pressemitteilung. Der Termin sei demnach ein sogenanntes ISD-Memorial, das an den Gründer der Bewegung Ian Stuart Donaldson erinnern soll, der am 24. September 1993 verstorben ist.

Der Mieter des Freizeitgeländes, auf dem das Konzert stattfinden sollte, ist demnach in der deutschen rechtsextremistischen Szene aktiv und hat Verbindungen zu der Organisation "Blood & Honour".

Im vergangen Jahr und im ersten Halbjahr 2019 waren rechtsextremistische Musikveranstaltungen ein wichtiger Bestandteil der Szene. Die Musik verfestigt rechtsextremistische Feindbilder, Rassenhass und verstärkt entsprechende Denkmuster.

Die Stadt Ellwangen und die Landespolizei wollten dem politischen Extremismus keine Platform bieten, weshalb die Veranstaltung untersagt wurde.

Titelfoto: DPA

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