Mann wirft Kind (5) aus dritter Etage eines Einkaufszentrums: Seine Begründung macht wütend

Bloomington/Minnesota (USA) - Am vergangenen Freitag erschütterte eine grauenhafte Tat die USA. Ein Mann hatte grundlos einen 5-jährigen Jungen aus der dritten Etage eines Einkaufszentrums in Bloomington, Minnesota, in die Tiefe geworfen (TAG24 berichtete).

Der kleine Landen wurde Opfer einer völlig sinnlosen Gewalttat. Er kämpft im Krankenhaus um sein Leben.
Der kleine Landen wurde Opfer einer völlig sinnlosen Gewalttat. Er kämpft im Krankenhaus um sein Leben.  © Screenshot/GoFundMe

Während der keine Landen im Krankenhaus immer noch schwer verletzt um sein Leben kämpft, sind nicht nur weitere schreckliche Details zur Tat ans Licht gekommen, sondern wurde der Verdächtige Emmanuel Aranda (24) mittlerweile von der Polizei vernommen.

Und das, was der Täter von sich gibt, macht die Menschen extrem wütend. Denn seine Erklärung der Tat und der Hintergründe sind einfach unglaublich.

So sei er laut Polizeiangaben gezielt in das Einkaufszentrum gegangen, um jemanden zu töten. Er sei jahrelang von Frauen in der "Mall of America" in Bloomington abgewiesen worden, da hätte sich eine Wut in ihm aufgestaut, erklärte er den Beamten, wie KSTP berichtet.

Der kleine Landen sei ein Zufallsopfer gewesen. Er habe zwar gezielt jemanden töten wollen, aber hätte sich dafür keine bestimmte Person ausgesucht. Der 5-Jährige war damit einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Für die Familie nur schwer zu akzeptieren.

Landen war mit seiner Mama und einem Freund in der dritten Etage der Mall unterwegs, als Aranda beschloss, seine aufgestaute Wut an dem Kind auszulassen.

Emmanuel Deshawn Aranda wurde noch im Shoppingcenter festgenommen.
Emmanuel Deshawn Aranda wurde noch im Shoppingcenter festgenommen.  © Bloomington Police Department

Der kleine Junge stand mit seiner Mama vor einem Restaurant in der dritten Etage, in der Nähe eines Geländers. Innerhalb von Sekundenbruchteilen schnappte sich Aranda das Kind und warf es über das Geländer in die Tiefe.

Der Täter rannte los, wurde von der Polizei aber außerhalb der Mall festgenommen. Auch, weil ein Mann, der die Tat beobachtet hatte, Aranda verfolgte. Nach seiner Verhaftung gab der 24-Jährige kein Wort von sich, schwieg zunächst zu den Vorwürfen.

Dann erklärte er, er habe die Tat einen Tag vorher geplant und wollte eigentlich einen Erwachsenen nehmen, weil die normalerweise in der Nähe der Geländer stehen würden.

Schon kurz nach der Tat waren schreckliche Details zu dem Verdächtigen aufgetaucht. So wurde Aranda schon in den vergangenen Jahren des Einkuafzentrums verwiesen, weil er Gegenstände in die Tiefe warf. Zudem soll er eine Frau angegriffen haben. Daraufhin bekam er bis Mitte 2016 sogar Hausverbot.

Der Neffe des Verdächtigen erzählte KSTP, dass der Mann schon von Kindesbeinen an ernste psychische Probleme habe. Sein Verwandter hofft, dass Aranda nicht in den Knast muss, "sondern seine Probleme behandelt werden."

Die Familie dürfte damit nicht einverstanden sein, schließlich bangen sie seit Freitag am Bett ihres Sohnes um sein Leben. Dem Kleinen musste bereits die Milz entfernt werden, er hat nicht nur schwere innere Verletzungen erlitten, sondern auch zahlreiche Knochenbrüche.

Mehrere Operationen stehen Landen noch bevor. Die Anteilnahme an seinem Schicksal ist extrem groß. Bei einer Spendenkampagne sind bereits 658.124 Dollar (rund 580.000 Euro) für die Familie zusammengekommen.


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