Sind Instagram-Fotos vom "Blue Port Hamburg" verboten?

Hamburg - Um die Lichtinstallation "Blue Port Hamburg" gibt es große Verwirrung.

Die Kehrwiederspitze und die Elbphilharmonie erstrahlen in blauem Licht der Installation "Blue Port".
Die Kehrwiederspitze und die Elbphilharmonie erstrahlen in blauem Licht der Installation "Blue Port".  © dpa/Markus Scholz

Denn das Kunstwerk von Michael Batz (68) ist urheberrechtlich geschützt.

Das darf zwar fotografiert werden, doch wenn die Fotos auf Instagram & Co landen, braucht es dazu normalerweise eine Genehmigung. Außerdem würde es knapp 29 Euro kosten.

Darauf wurden Fotografen von der Verwertungsgesellschaft VG Bild-Kunst hingewiesen, wie Mopo.de berichtet.

Das wollten die sich nicht bieten lassen und starteten kurzerhand die Boykott-Aktion "Just Blue. No Port!". Teilnehmer haben ihre "Blue Port"-Fotos gelöscht und so gegen das Fotoverbot protestiert.

Das hat offenbar gewirkt. Wie eine Sprecherin von Hamburg Tourismus am Mittwochmittag auf TAG24-Nachfrage bestätigte, dürfen Hobbyfotografen Bilder der Lichtinstallation ins Internet laden.

Aber nur für nicht-kommerzielle Zwecke. Wer seine Aufnahmen beispielsweise als Postkarten verkaufen will, muss dafür eine Lizenz erwerben.

Der Künstler Michael Batz habe der unkomplizierten Lösung zugestimmt. Damit dürften unzählige Abmahnungen vermieden werden. Unter dem Hashtag #blueport gibt es Tausende Fotos auf Instagram. Mit den "Cruise Days" am kommenden Wochenende dürften es viele mehr werden.

12.300 blaue Lichteinheiten sind bei "Blue Port Hamburg" von den Elbbrücken über die Hafencity bis zum Airbus-Werk in Finkenwerder installiert. Sie sind nur noch bis 15. September zu sehen.

Fotos von "Blue Port Hamburg"

Update, 15.06 Uhr

Das Vorgehen sei mit der VG Bild-Kunst abgestimmt, sagte ein Pressesprecher von Hamburg Tourismus auf Nachfrage und lobte die schnelle Einigung.

So könnten Hamburg-Besucher ohne Sorge vor Rechnungen die Lichtinstallation genießen, fotografieren und in den sozialen Netzwerken teilten.

Titelfoto: Montage: Screenshot/Instagram, dpa/Markus Scholz

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