Blutbad im Auftrag des Teufels: Was passiert mit dem Tatverdächtigen?

Frankfurt - Im Prozess um ein Blutbad in einem Frankfurter Schnellrestaurant soll der 48 Jahre alte mutmaßliche Täter bereits am kommenden Donnerstag dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden.

Unter anderem soll der ehemalige Konzertmeister einem 75 Jahre alten Rentner 95 Messerstiche in den Rücken versetzt haben (Symbolbild).
Unter anderem soll der ehemalige Konzertmeister einem 75 Jahre alten Rentner 95 Messerstiche in den Rücken versetzt haben (Symbolbild).  © 123RF

Dies beantragte die Staatsanwaltschaft am Montag nach mehrwöchiger Beweisaufnahme vor dem Landgericht. Auch die Verteidigung teilte diese Ansicht.

Der aus Bulgarien stammende Mann hatte laut Anklage am 28. Dezember in dem Restaurant im Hauptbahnhof zunächst einen Service-Mitarbeiter mit dem Messer angegriffen. Kurze Zeit später versetzte er einem 75 Jahre alten Rentner in der Warteschlange insgesamt 95 Messerstiche in den Rücken.

Erst nach einer zehnstündigen Operation konnte das Leben des Schwerverletzten gerettet werden. Die Staatsanwaltschaft bezog sich in ihrem Schlussvortrag auf die Expertise eines Psychiaters, der die Unterbringung aufgrund der Gefährlichkeit des Mannes für die Allgemeinheit dringend empfohlen hatte.

Noch im Gerichtssaal hatte der Beschuldigte erklärt, er erhalte diverse Befehle von dunklen Mächten und dem Teufel. Von einer "Krankheitseinsicht" könne deshalb auf gar keinen Fall ausgegangen werden.

Bereits kurz nach der Tat war der ehemalige Konzertmeister einer Kurkapelle vorläufig eingewiesen worden.

Titelfoto: 123RF

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