Ihr glaubt nie, welche Tiere am Bahnhof gefunden wurden!

Hamburg - Diese Fundsache ist gruselig: Ein aufmerksamer Reisender hat der Bundespolizei in Hamburg ein Glas mit zwei schleimigen Bewohnern übergeben. Dabei handelte es sich um Blutegel.

Dieses Fundstück wurde bei der Bundespolizei abgegeben. In dem Glas sitzen zwei Blutegel.
Dieses Fundstück wurde bei der Bundespolizei abgegeben. In dem Glas sitzen zwei Blutegel.  © Bundespolizeiinspektion Hamburg

Normalerweise werden bei der Hamburger Bundespolizei Geldbörsen, Smartphones, Ausweise, Bank- und Kreditkarten abgegeben, manchmal sind es auch Katzen, Hunde und Vögel.

Aber so eine Fundsache war dann doch sehr ungewöhnlich, teilte die Bundespolizei mit.

Ein Mann gab das Blutegel-Glas am Mittwoch gegen 15.20 Uhr auf der Wache im Bahnhof Harburg ab.

Das Glas hatte er zuvor außerhalb des Gebäudes gefunden.

Anstatt die Blutegel über die Kanalisation zu entsorgen, wie es schlechte Finder vielleicht machen würden, riefen die Bundespolizisten beim Hamburger Tierschutzverein an.

Dort nahm man sich der Fundsache an. Die beiden Blutegel wurden abgeholt und ins Tierheim gebracht.

"Die Egel wurden bereits ärztlich untersucht; sie sind wohlauf und werden wohl die nächste Zeit im Tierheim verbringen", sagte Bundespolizeisprecher Rüdiger Carstens.

Wenn Ihr also Eure Blutegel am Bahnhof Harburg verloren oder vergessen habt, könnt Ihr sie im Tierheim Süderstraße abholen. Der Hamburger Tierschutzverein ist unter der Telefonnummer 040 2111060 zu erreichen.

Zwei Bundespolizisten stehen am Bahnhof, während ein ICE vorbeifährt.
Zwei Bundespolizisten stehen am Bahnhof, während ein ICE vorbeifährt.  © Bundespolizeiinspektion Hamburg

Update, 17.25 Uhr: Blutegel im Gepäck

Einen weiteren Vorfall mit Blutegeln gab es im April 2018. Der Zoll erwischte eine aus der Türkei einreisende Frau mit 21 Blutegeln im Gepäck am Hamburger Flughafen (TAG24 berichtete).

Nach einer Untersuchung stand fest, dass die Tierart unter Naturschutz steht und die Frau damit gegen die Artenschutz-Verordnung verstoßen hat. Sie kam mit einem Bußgeld davon.

Titelfoto: Bundespolizeiinspektion Hamburg

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