Explodierende Airbags: BMW ruft mehr als 350.000 Autos zurück

München/Washington - Auch der deutsche Autobauer BMW muss wegen fehlerhafter Airbags tausende Fahrzeuge in den USA zurückrufen.

Wegen explodierender Airbags müssen über 350.000 BMW zurückgerufen werden. (Symbolbild)
Wegen explodierender Airbags müssen über 350.000 BMW zurückgerufen werden. (Symbolbild)  © 123RF/Angela Waye

Betroffen sind 356.920 Pkw, wie die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA am Freitag in Washington mitteilte. Nach Unfällen mit den Airbags des japanischen Herstellers Takata wurden in die Autos andere Airbag-Systeme eingebaut.

Teile dieses Systems könnten ebenfalls explodieren, hieß es nun bei der NHTSA.

Die Behörde hatte bereits mitgeteilt, dass es auch bei den in Takata-Rückrufen ersatzweise eingebauten Airbag-Inflatoren Probleme gebe, von denen viele Automarken betroffen sein könnten.

Darunter befinden sich auch die deutschen Autobauer Volkswagen, dessen Tochter Audi sowie Daimler mit seinen Vans. Produziert hatte Takata schätzungsweise 10 Millionen der möglicherweise fehlerhaften Teile für den US-Markt.

Defekte Airbags des Herstellers Takata bereiten den Autobauern seit Jahren Probleme und haben den bislang größten US-Autorückruf verursacht. Zu stark auslösende Luftkissen, die Teile der Metallverkleidung durch das Fahrzeug schleudern, werden mit zahlreichen Verletzungen und Dutzenden Todesfällen in Verbindung gebracht.

Takata hat in den USA ein Schuldgeständnis wegen Herstellerfehlern abgegeben und eine Milliardenstrafe akzeptiert. Das Airbag-Debakel trieb das Unternehmen 2017 in die Insolvenz.

Der deutsche Autobauer schein Probleme mit seinen Zulieferern zu haben. (Symbolbild)
Der deutsche Autobauer schein Probleme mit seinen Zulieferern zu haben. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Titelfoto: 123RF/Angela Waye

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