Vertragshändler warnen BMW vor leeren Versprechen bei Dieselgipfel

München - Die deutschen BMW-Vertragshändler haben Konzernchef Harald Krüger vor leeren Versprechen beim Berliner Dieselgipfel gewarnt.

Harald Krüger, Vorstandsvorsitzender bei BMW, bei seinem Eintreffen zum Autogipfel im Kanzleramt.
Harald Krüger, Vorstandsvorsitzender bei BMW, bei seinem Eintreffen zum Autogipfel im Kanzleramt.  © DPA

"Wenn Software-Updates für ältere Dieselautos kommen, sollen wir sie ja in unseren Werkstätten machen", sagte Händlerverbands-Präsident Peter Reisacher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

"Aber wenn wir keine Verträge mehr haben, kann Krüger seine Zusagen gegenüber Bundeskanzlerin Merkel gar nicht einhalten."

Die alten Verträge des Konzerns mit den Händlern laufen am Sonntag aus, die von BMW vorgelegten neuen Verträge lehnen die Vertragshändler als unfair ab. Deshalb bestehe ab Montag keine Geschäftsgrundlage mehr, sagte Reisacher. Ein BMW-Sprecher sagte: "Da werden wir eine Lösung finden."

Krüger habe Merkel auch zugesagt, ein Netz von Ladesäulen für Elektroautos aufzubauen. Dazu habe BMW aber auch die selbstständigen BMW-Händler verpflichtet, "das haben wir bezahlt, nicht BMW", sagte Reisacher.

Die 550 Autohäuser der BMW-Vertragshändler stehen nach eigenen Angaben für 11 Milliarden Euro oder zwei Drittel des BMW-Umsatzes in Deutschland. BMW betreibt nach Konzernangaben auch 49 eigene Autohäuser.

Titelfoto: DPA


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