Neuer SPD-Chef in NRW greift CSU scharf an

Bochum – Der designierte nordrhein-westfälische SPD-Vorsitzende Sebastian Hartmann hat der CSU im Asylstreit Rechtspopulismus vorgeworfen. 'Die Rechtspopulisten sind mitten in der Union', sagte Hartmann am Samstag beim Parteitag der NRW-SPD in Bochum.
Sebastian Hartmann (40) soll die NRW-SPD nach seiner Wahl wieder nach oben führen.
Sebastian Hartmann (40) soll die NRW-SPD nach seiner Wahl wieder nach oben führen.  © DPA
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt gehe es in der Asyldebatte ausschließlich um die anstehende Landtagswahl in Bayern, und zwar "auf dem Rücken der Flüchtlinge und mit Deutschland als Geisel", sagte Hartmann. "Wir werden keinen Millimeter vor rechter Hetze zurückweichen."

In Bezug auf die eigene Partei forderte Hartmann Kampfgeist. "Lasst uns endlich anfangen, wieder Politik zu machen", sagte der Bundestagsabgeordnete am Samstag beim Parteitag der NRW-SPD in Bochum.

Die SPD müsse aufhören zu klagen und gegen sich selber kämpfen. "Niemand will eine traurige Truppe, die selbst nicht an ihren Erfolg glaubt", sagte Hartmann in einer immer wieder von Applaus unterbrochenen Rede.

Update, 13.45 Uhr

Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Hartmann ist mit einem soliden Ergebnis zum neuen Vorsitzenden der nordrhein-westfälischen SPD gewählt worden. Der 40 Jahre alte Politiker erhielt am Samstag auf einem Landesparteitag in Bochum 80,3 Prozent der Delegiertenstimmen. Hartmann war der einzige Kandidat für den Landesvorsitz.

Titelfoto: DPA


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