Body Positivity - so lieben Frauen endlich ihre Kurven

Deutschland - Keine Frage, Frauen sind in unserer Gesellschaft einem strengen Schönheitsdiktat ausgesetzt. Es wird befeuert durch die Medien, die uns immer perfektere, dünnere und makellosere Körper und Gesichter vor die Augen setzen, um damit Emotionen erzeugen und ihre Produkte verkaufen zu können.

Doch so perfekt eine Frau auch aussieht, es gibt immer Hater, die etwas an ihr auszusetzen haben. So erging es kürzlich auch Annemarie Carpendale, an der nun wirklich nichts zu bemängeln ist. Doch es gibt immer jemanden, der etwas zu meckern hat.

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Der Schönheitswahn belastet Frauen

Die Folge des Schönheitswahns: Sogar Teenager denken schon über Schönheitsoperationen nach und unzählige Frauen quälen sich von einer Diät durch die nächste.

Dabei ist es normal, dass sich der weibliche Körper im Lauf der Zeit verändert und nicht mehr so schlank ist wie als Teenager. Doch neben dem Schönheits- herrscht auch ein Jugendwahn vor, der es Frauen unglaublich schwer macht, sich selbst zu lieben- ganz einfach so, wie sie sind. Was gibt es zu tun? Es ist eine erfreuliche Entwicklung in der Gesellschaft zu beobachten.

Body Positivity als neuer Trend

Der Ausdruck Body Positivity ist zum Schlagwort geworden und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Er besagt, dass es nicht nur ein Schönheitsideal in der Gesellschaft geben soll, sondern dass jeder auf seine Weise schön ist.

Vorreiter ist hier - wie auch bei der negativen Entwicklung - die Modeindustrie. Sie setzt heute ganz verschiedene Models für ihre Schauen ein, die zum Beispiel eine Behinderung haben, stark tätowiert sind oder sich auf sonstige Weise vom gängigen Schönheitsideal unterscheiden.

Die Modeketten ziehen nach, sodass sich das Bild in den Medien langsam wandelt. Ob es sich dabei um einen regelrechten Paradigmenwechsel handelt, wird erst die Zeit zeigen, doch Frauen können die Gelegenheit nutzen, um mehr Selbstliebe zu lernen!

Große Marken machen es vor - endlich

Und die Influencer ziehen natürlich nach! Das Bild in den Online-Katalogen und auf sozialen Medien wie Instagram wandelt sich. H&M, Asos und andere verzichten immer öfter darauf, ihre Models per Photoshop zu retuschieren und ermöglichen so die Erkenntnis, dass die abgebildeten Frauen ebenfalls ganz normal aussehen und kleine Makel haben.

Sportillustrierte bilden nicht mehr nur noch superschlanke Models mit Sportklamotten und -tools ab, denn längst hat sich die Erkentnnis durchgesetzt, dass ein fülliger Körper und Fitness sich keineswegs widersprechen. Influencer hashtaggen ihre Hängebrüste, weil es Busen eben in ganz verschiedene Formen gibt, und lösen damit eine regelrechte Welle aus.

Das sind nur einige Beispiele, die Frauen ermutigen sollen, sich mit all ihren vermeintlichen Makler und individuellen Besonderheiten zu lieben - denn all das ist einfach normal!

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So lernen Frauen, sich selbst zu lieben

1. Kleidet euch weiblich. Weiblichkeit ist eine wunderbare Angelegenheit und sollte zelebriert werden. Natürlich dürfen Frauen in praktischen Jeans und Sneakern durch ihren Alltag eilen, doch so verpassen sie das besondere, weibliche Gefühl.

Röcke und Kleider hingegen, die aktuell wieder voll im Trend sind, sitzen nicht nur deutlich bequemer, sie zaubern auch eine weibliche Silhouette. Anbieter wie Witt-Weiden stehen für elegante Teile, die modisch und zeitlos sind.

2. Schönheitsideale sind wandelbar. Wer nun gerade dem aktuellen Schönheitsdiktat entspricht, ändert sich im Laufe der Zeit. Die Figur einer Monroe, eines der größten Sexsymbole aller Zeiten, würde ihre Besitzerin heute zur Verzweiflung treiben.

Ihre weiblichen Rundungen entsprächen wohl einer Konfektionsgröße 44 und würden damit schon als Plus size gelten. Arbeiten die Armen draußen aus dem Feld, gilt Blässe als schön. Können sich nur die gut Betuchten einen Urlaub in der Sonne leisten, ist Bräune auf einmal erstrebenswert. Doch wem will man bei all diesen Ansprüchen eigentlich gefallen und ist es das wert?

3. Das propagierte Bild existiert in der Wirklichkeit gar nicht. Wir können beinahe nichts dagegen tun - wir nehmen die Bilder auf, die uns in der Werbung und den Medien präsentiert werden und vergleichen uns damit. Der ironischste Teil an der Sache ist jedoch, dass die wundschönen Models, die dort abgebildet sind, nicht einmal selbst den Ansprüchen einer in Teilen kranken Industrie entsprechen.

Immer wieder kommt es vor, dass Models sich gegen die Bearbeitung ihrer Bilder mit Photoshop wehren und die manipulierten und echten Bilder gemeinsam abbilden. So geschehen etwa durch das Model Meghan Kausmann. Auch das extra veränderte Bild von Filippa Hamilton hat weltweit für Aufsehen gesorgt und eine wichtige Diskussion angestoßen. War uns eigentlich klar, dass Frauen gar nicht so aussehen? Wir haben die Bilder trotzdem abgespeichert, denn Bilder haben eine eigene Sprache.

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4. Lebt Euren Kindern Selbstliebe vor. Es ist schade, dass viele in unserer Generation sich selbst nicht mögen und immer wieder etwas an sich auszusetzen haben. Viele Firmen verdienen gutes Geld an unserer Unzufriedenheit. Wir kaufen Haarfarben, Bleichmittel, Operationen, Schminke und Diätmittel, wir gehen ins Solarium, lassen uns die Haare ausreißen und die Haut verätzen, nur um „schön“ zu sein.

Gleichzeitig leben wir dieses Ideal auch unseren Kindern vor, die unser Gemecker über uns selbst natürlich hören. Im schlimmsten Fall mäkeln wir auch bereits an ihnen herum und legen damit den Grundstein für spätere Unzufriedenheit. Nicht zu vergessen die Lästereien über andere Frauen, die natürlich von den kleinen Ohren unseres Nachwuchses sehr genau gehört werden.

Hören wir auf damit, uns selbst und andere nach ihrem Aussehen zu beurteilen und uns damit zu quälen! Menschen sind nicht interessant oder liebenswert aufgrund einer Konfektionsgröße, und hinter der schönsten Fassade können sich leere Räume befinden. Beginnen wir damit, uns mit den Dingen zu beschäftigen, die wir lieben und unsere eigenen Träume und Ziele ins Visier zu nehmen.

Das erzeugt eine echte und dauerhafte Zufriedenheit und macht uns glücklich. Einem Schönheitsideal zu entsprechen ist hingegen nur ein kurzes, vergängliches Glück.


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