Die Tuning-Szene Paderborn: Verstöße, Beschwerden und Böllerwürfe!

Unter den kontrollierten Autos war auch ein Audi Quattro. Er fiel durch einen sehr erhöhten Schallpegel auf.
Unter den kontrollierten Autos war auch ein Audi Quattro. Er fiel durch einen sehr erhöhten Schallpegel auf.  © DPA

Paderborn - Das Tuning-Treffen in Paderborn am Freitag verlief wieder einmal nicht störungsfrei. Zahlreiche Verstöße, Unmengen an Unmutsäußerungen gegenüber der Polizei und dann auch noch Böllerwürfe!

Warum kann ein Treffen der Tuning-Szene in Paderborn nicht einfach mal friedvoll verlaufen? Immer wieder gibt es einzelne Menschen, die anscheinend ganz besonders auf sich aufmerksam machen müssen.

So ist es auch vergangenen Freitag wieder geschehen. Bei diesem Tuning-Treffen kam es zu mehreren Zwischenfällen.

Aufgrund zahlreicher Beschwerden von Bürgern und des Anstiegs von Verstößen zeigte die Polizei sowieso erhöhte Präsenz bei den Tunern. Dazu gehörten neben Geschwindigkeitskontrollen auch technische Überprüfungen.

An beiden Treffpunkten, an der Detmolder Straße und auf den Uniparkplätzen, zeigte sich, dass die Anwesenheit der Beamten durchaus berechtigt war. Denn die Polizisten hatten allerhand zu tun.

Rund 400 Fahrzeuge, die der Tuning-Szene zugeschrieben wurden, zählten die Ordnungshüter. Etwa ein Fünftel davon wurde kontrolliert. 

Um ihrem Unmut ganz besonderen Ausdruck zu verleihen, griffen einige Tuner zu Böllern.
Um ihrem Unmut ganz besonderen Ausdruck zu verleihen, griffen einige Tuner zu Böllern.  © Polizei Dresden

Das Ergebnis: Neun Fahrer begingen Tempoüberschreitungen, wobei zwei so schnell unterwegs waren, dass sie mit einem Verfahren und Fahrverbot rechnen dürfen. Außerdem fielen 16 Fahrer durch Lärmbelästigung auf. Sie ließen beim Anfahren beispielsweise ihre Reifen quietschen. 13 Fahrzeuge wiesen offensichtlich illegale technische Veränderungen auf. Die Polizei meldete zudem noch fünf weitere "Verstöße allgemeiner Art".

Ein Audi Quattro schien besonders aufzufallen. Bei der Kontrolle des Autos wurde ein so überhörter Schallpegel gemessen, dass die Beamten es zur Beweissicherung mitnahmen. Im Laufe der Woche soll die Begutachtung durch einen Sachverständigen folgen. 

Aber das wollten weder der Fahrer noch andere Beteiligte aus der Tuning-Szene einfach so hinnehmen. Lautstark ließen sie ihrem Unmut über die Situation freien Lauf. 

Als wäre das nicht schon genug, griffen die Teilnehmer dann auch noch zu Böllern! Am Rande des Uniparkplatzes zündeten bisher unbekannte Täter die Feuerwerkskörper. 

Ob sie sich damit bei der Polizei beliebt machen konnten? Wohl eher nicht... Aber vielleicht gehört ein solcher Aufstand ja auch einfach zum guten Ton unter den Tunern. Wer weiß das schon so genau. Man darf gespannt sein, mit was sie uns beim nächsten Treffen überraschen!

Titelfoto: Ove Landgraf, Polizei Dresden, dpa


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