Böse Derby-Packung für Eislöwen

Hier gab es noch Hoffnung. Vladislav Filin trifft für Dresden zum 1:1-Ausgleich.
Hier gab es noch Hoffnung. Vladislav Filin trifft für Dresden zum 1:1-Ausgleich.

Von Enrico Lucke

Dresden - Kein Sieg, nur lange Dresdner Gesichter. Im Sachsenderby gegen die Eispiraten aus Crimmitschau verloren die Löwen 2:4 (1:3, 0:1, 1:0).

Dabei hatte Coach Thomas Popiesch den Fans Wiedergutmachung versprochen. Im mit 4412 Zuschauern ausverkauften und kochenden Löwenkäfig spürten sie von dem unbedingten Siegeswillen wenig.

Die Gäste stören früh und nutzten ihre Konterstärke gleich nach 104 Sekunden. Eric Lampe (2.) markierte das 0:1. Danach flogen kurz die Fäuste, wie es sich bei einem würzigen Derby gehört.

Vladislav Filin (6.) auch gelang der Ausgleich, doch Lampe (8.) flitze den Eislöwen erneut davon. Schuss. Tor. Seine Eispiraten gaben durch ihren Kampfgeist klar den Ton an. John Tripp (19.) legte so verdient zum 1:3 nach.

Im Löwenkäfig erwartete man nach der Pause eine Reaktion der Hausherren. Stattdessen gelang Alexander Höller (28.) das vierte Piraten-Tor.

Das Tor zum 4:1: Alexander Höller (Crimmitschau) jubelt, Tomas Schmidt und Goalie Brett Jaeger sind geschlagen
Das Tor zum 4:1: Alexander Höller (Crimmitschau) jubelt, Tomas Schmidt und Goalie Brett Jaeger sind geschlagen

Brett Jaeger ging raus, Marvin Cüpper hütete von da an den Kasten. Im letzten Spiel des Jahres musste ein Sieg her, um Popiesch den Job zu retten.

Der harte Kern gab in der Kurve Gas, ihre Spieler quälten sich zu Einzelaktionen - schwach. Max Campbell und Steven Rupprich (38.) ließen zwei Großchancen liegen - die Fans bedient.

Nach einen miserablen Powerplay gab’s Pfiffe, aber als Rupprich (45.) das 2:4 erzielte, keimte Hoffnung. Doch die Uhr lief erbarmungslos runter, die Dresdner Fans verstummten, die ETC-Anhänger feierten ihren Derbysieg.

Popiesch frustriert: „Ich hätte gleich nach drei, vier Minuten einige Spieler auf den Bank sitzen lassen müssen, die dafür da sind, ein Derby zu gewinnen. Diese Eier habe ich nicht gehabt. Mein Vertrauen wurde nicht belohnt.“

Die Pleite könnte nicht nur sein letztes Spiel 2015 gewesen sein, sondern sein letztes als Coach der Eislöwen. Geschäftsführer Volker Schnabel muss nun handeln.

Die Lausitzer Füchse hielten bei den Bietigheim Steelers durch die Treffer von André Mücke (2./21.) anfangs gut mit aber verloren am Ende 2:5 (1:1, 1:2, 0:2).

Fotos: Lutz Hentschel


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